Das Haar – Projekt

Am 1. Januar dieses Jahres rasierte ich meine Haare aus einem Versehen heraus auf 1mm ab.

Januar 2018

Aus diesem Versehen entstand ein Projekt, welches ich euch nun, ein halbes Jahr später vorstellen möchte:

Ich lasse meine Haare 1 Jahr lang wachsen, ohne sie in irgendeiner Art zu schneiden oder sonst zu bearbeiten.

Februar 2018

Das größere Thema im Hintergrund hier ist Bodyshaming.

Was passiert, wenn ich einfach versuche auf zu hören, mir permanent Gedanken über mein Äußeres zu machen.

Wie sehe ich aus, weil ich nunmal so aussehe?

Wie reagieren die Menschen auf mich? Wie fühle ich mich dabei?

März 2018

Fazit:

Wirklich zu jeder Zeit kamen Menschen, die mir sagten, dass sie meine Haare gerade jetzt besonders schön aussehen und andere Menschen, die mir sagten, dass es gerade ja nicht so gut um meine Haare steht.

April 2018

Es fühlt sich immer eigenartiger und belangloser an, wenn Menschen mir gegenüber mein Äußeres beurteilen. Wenn ich selbst nicht mehr soviel Wert darauf lege WIE ich AUSSEHE, sondern eher darauf, wie ich mich fühle, was ich denke, dann wird auch die Meinung der anderen darüber immer irrelevanter. Das fühlt sich sehr befreiend an.

Und mich morgens im Spiegel anzuschauen und zu lernen, einfach mit dem umzugehen, was da ist und kein großes Gewese daraus zu machen, gibt Kraft für anderes. Ich spüre viel stärker in mich hinein und hole von dort die Kraft, Lust und Freude meinen Alttag zu durchleben.

Mai 2018

Und ich lerne meine Haare und ihr Verhalten viel besser kennen. Ich wasch es mir übrigens einmal pro Woche etwa mit einer Shampooseife.

Ich bin gespannt, wo es hingeht und würde spätestens im Dezember wieder darüber berichten.

Juni 2018

 

 


3 Gedanken zu “Das Haar – Projekt

  1. Ein tolles Projekt! Das wird sicherlich viele spannende Momente und Erkenntnisse für dich bereithalten!

    Ich finde es so krass, was ein simpler Haarschnitt bei Menschen bewirkt. Bei mir in der Klasse ist auch eine Frau, die ihr Haupthaar kurz vor Glatze kurz trägt und sich einfach so am besten gefällt. Und da werden dann von Menschen Dinge geäußert, beispielsweise dass sie womöglich vergewaltigt wurde und sich deswegen extra hässlich macht, um eine erneute Vergewaltigung zu vermeiden, wo man wirklich nur den Kopf schütteln kann über so viel Vorurteil und Mist.

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  2. Das habe ich in den 90igern gemacht. Was es bei meiner Umwelt ausgelöst hat kann ich nicht mehr sagen. Aber ich trage jetzt einen Zopf. Wenn sie bis zum Hintern gehen werden sie auf Schulterlänge abgeschnitten, sonst sehen meine Haare keine Schere oder bekommen eine wieauchimmergeartete Behandlung. Meine Älteste ist Friseuse und sagt das sie noch keine erlebt hat die sowenig Spliss oder ähnliches hat und das ist mir sowas von egal. Andere sagen:“Trag sie doch mal offen“, „deine Haare hätte ich gerne“…. wenn ich aber antworte was mein Geheimrezept ist, glauben sie es nicht. Du bist auf dem richtigen Weg und ich wünsche dir alles Gute!

    Gefällt 1 Person

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