LONDON – Tag 1

Nach einem sehr frühen Weckerklingeln, einer langen Fahrt mit der um die Uhrzeit angenehm leeren U7 und einem rasanten Einchecken bei EasyJet hob unser Flugzeug pünktlich 6:45Uhr vom Boden ab.

Wir hatten eine sehr erfahrenen, professionelle und dabei intelligent witzige Flugbegleiterin, die nach der Landung allen Applaus erntete 😉 ! (= positive Erfahrung mit EasyJet)

Um 7:15Uhr Ortszeit, nach anderthalb Stunden Flug kamen wir an. Mit dem Transfer ging es zum Südterminal und dort auf eine mit einem Award ausgezeichnete Toilette.

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Weiter ging es mit Geldwechseln und Kaffeebesorgung.

Als dies alles erledigt war, nahmen wir den Gatwick Express zur Victoria Station.

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Ich war nun das dritte mal in London: einmal vor 20 Jahren und dann vor 4 Jahren. Jedes Mal ist es wie nach Hause kommen. Wenn ich die Schornsteine sehe, die Häuser, die Landschaft, das Grün der Bäume und Wiesen dann erschlägt mich eine Art von Sehnsucht, die anscheinend die ganze Zeit über in mir schlummerte und nun ausbricht.

Ach…London…

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In der Victoria Station suchen wir uns unseren Weg zur tube und laden unsere Oyster Cards auf. Nachdem wir erfolgreich mit einer Bahn gefahren sind, erfuhren wir, dass die weitere Bahn gesperrt ist. Hier konnte ich schon gleich die angenehme Freundlichkeit der Londoner, die selbstverständliche Höflichkeit spüren und genießen. Wir fanden unseren Weg dann schließlich, indem wir die DLR nutzten.

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In Greenwich stiegen wir aus und liefen zu unserem Airbnb Apartment. Da wir noch Zeit bis zur Schlüsselübergabe hatten, setzten wir uns in die Sonne und tranken Kaffee bzw. English tea.

Da immer noch Zeit war, liefen wir etwas an der Themse entlang und genossen Sonne und Ausblick.

Dann schlenderten wir in der Deptford Road über den Markt und kauften in einem kleinen Supermarkt etwas ein.

Das Eingekaufte aßen wir ganz unenglisch auf einer Bank in der Öffentlichkeit 😉 !

Dann war es 12:30Uhr und somit endlich Zeit, in „unsere“ Wohnung einzuziehen. Die Wohnung hatte alles, was man braucht, roch nur etwas merkwürdig. Entweder kam dieser Geruch durch das verwendete Putzzeug oder von der Wandfarbe, verschwand aber zum Glück durch Lüften. Die Übergabe klappte gut und wir machten erstmal Mittagspause.

Da ich mich in London am liebsten per Bus durch die Gegend bewege, ging es mit dem 188 dann in etwa 50min. bis zur Endstation am Russell Square. Dies ist ein Teil Londons, den ich liebe. Die Stimmung ist so ruhig und ehrwürdig hier. Hier fühle ich mich dem viktorianischen England am nähestem.

Von hier aus liefen wir nach Soho und dort zum Plattenladen, wo wir eine bestellte Platte abholten und noch etwas stöberten.

Die Stimmung war hier zwar auch touristisch aber dennoch sehr locker und angenehm. Die Leute saßen und standen vor den Pubs und irgendwie lag gute Laune in der Luft. Wir suchten und fanden unseren Weg zum Hippo Burger und genoßen dort ein sehr leckeres Mahl bei guter Musik.

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Unseren Nachtisch gab es dann ein paar Strassen weiter. Der hatte es Pfund-mäßig zwar in sich… war aber wahnsinnig lecker!

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Eis schleckend liefen wir durch Chinatown und über die Waterloo-Brücke zur Bushaltestelle. Wieder mit dem 188 fuhren wir zurück nach Greenwich, gingen dort noch bei Wattrose um die Ecke einkaufen und waren gegen 19:45Uhr wieder in der Wohnung.

 

Wissenswertes:

Greenwich (Royal Borough of Greenwich) ist ein Bezirk im Osten der Stadt. Die Bevölkerung mischt sich hier aus Weißen, Asiaten und Schwarzen. Bekannt ist Greenwich durch den Verlauf des Nullmeridian und die dadurch festgelegte Greenwich Mean Time. Im frühen 15Jhd. wurde der Palace of Plazenten hier gebaut und diente mehreren englischen Königen als Residenzort. Nach dem Bürgerkrieg (English Civil War) wurde draus dann das königliche Seefahrerkrankenhaus und ab 1873 das Royal Naval College. Seit 1998 beherbergt das Gebäude die University of Greenwich und das Trinity College of Music. Seit 1997 gehört ganz Greenwich zum UNESCO Weltkulturerbe.

Russell Square ist ein großer grüner Platz im Bezirk Bloomsbury. Ursprünglich war er Teil des Gartens des Herzogs von Bedford. Mehrere Jahre hat hier T.S. Eliot gearbeitet und Thomas Lawrence gewohnt.

Soho liegt im Londoner West End und beherbergt im südlichen Teil Chinatown. Es ist das „Lesben- und Schwulenviertel“ der Stadt. Ende des 17Jhd. ließen sich hier besonders viel Einwanderer nieder.

Waterloo Bridge verbindet die City of Westminster mit Lambeth. Sie ist 381m lang und 24,5m breit. Sie ist Londons längste Brücke. Sie wurde aus Portland Kalkstein gebaut, welcher sich bei regen selbst reinigt. 1945 wurde die Brücke fertiggestellt. Die erste und ursprüngliche Brücke gab es ab 1811. Im Jahre 1816 wurde sie dann in Gedenken an die Schlacht von Waterloo umbenannt und bekam ihren jetzigen Namen.

WAS ICH AN LONDON LIEBE:

Den Architektur-Mix. Altes und Neues, ehrwürdige Gebäude und moderne, edles und abgefucktes alles nebeneinander, durcheinander. Alles hat aber auch irgendwie Berechtigung und darf sein.


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