Brno – Tag 2

Die Nacht war nicht wirklich erholsam, da es viel zu heiss hier ist! Um wenigstens tagsüber der Hitze zu entfliehen, fuhren wir gleich morgens los zur Brnenská prehrada, die Talsperre am Rande von Brno.

Der Stausee ist durch die Stauung des Flusses Svratka entstanden, Baubeginn war 1936, fertig war das Ganze dann 1940. Der Stausee sollte als Wasserreservoir für Brno dienen, so wie zur Erholung und zur Stromversorgung. Als einziger Ort war Kníničky, früher Klein Kinitz von einer Umsiedlung betroffen. Der See wird seit 1946 mit Fähren befahren, die von Beginn an elektrisch unterwegs waren.

Wir fuhren mit der Straßenbahn dorthin und erkundeten so gleich den öffentlichen Nahverkehr von Brno etwas.

Dieser ist wirklich gut ausgebaut und sehr verständlich und übersichtlich. Fahrkarten kann man entweder an gelben Automaten an manchen Haltestellen oder direkt beim Fahrer kaufen. Der Fahrer weiß es sehr zu schätzen, wenn man passend zahlen kann. Beim Fahrer kosten die Tickets etwa 10 Kronen mehr. Es gibt verschiedene Zonentickets, bzw. hängt das Ganze auch mit der Fahrlänge und dem Umsteigen zusammen. Zur Talsperre brauchten wir ein zwei Zonen Ticket, mit dem man 60 bzw. 90 Minuten fahren und beliebig oft umsteigen kann. Für Kinder unter 15 und Menschen über 70 kostet dieses Ticket 25 Kronen und regulär 35. Also durchaus günstig im Vergleich zu Deutschland.

Wir fuhren mit der Nr. 11 und kamen nach etwa 50 Minuten an der Haltestelle Prístavište. Von hier ist es ein kurzer Fußmarsch bis zur Talsperre und zur Ablegestelle der Schiffe.

Umrundet man den See rechtwärts ein kleines Stück kommt man zu einer Badestelle. Genau das taten wir mit vielen anderen Stadtbewohnern.

Das Wasser war herrlich kühl und die Erfrischung tat uns gut. Die anderen spielten Karten, während ich häkelte und dazu gab es ein paar Snacks.

Schließlich gingen wir wieder zur Anlegestelle und bestiegen die Fähre, die dort war. Man kann entweder Tickets für einen Streckenabschnitt kaufen oder Hin- und Rückfahrtickets zu den jeweiligen Haltestellen. Wir kauften ein Familienticket bis zur Haltestelle bei der Burg Veverí. Die Tickets gibt es auf dem Schiff. Es war herrlich bei dieser Hitze auf dem Wasser unterwegs zu sein. Die Landschaft sieht sehr schön und unberührt aus. Überall ist Zugang zum Wasser möglich.

Da diese Fähre nur bis Rokle fuhr, stiegen wir hier aus und verweilten eine dreiviertel Stunde während wir auf das nächste Schiff warteten. An einem Stand konnte man das ein oder andere Essbare kaufen und wir kauften einen Maiskolben.

Mit dem nächsten Schiff ging es dann weiter. Wir verließen den See und fuhren auf dem Fluss weiter. Das war eine ganz besondere Stimmung und ich habe die Fahrt und die Eindrücke sehr genossen.

Bei der Burg stiegen wir aus und obwohl sie sehr nah aussah, bemerkten wir schnell, dass die Wanderung zur Burg lang und arg der Sonne ausgesetzt war. Da es genau zur Mittagszeit war, kehrten wir nach einem kurzen Stück wieder um und setzten uns in den Schatten der Brücke an der Anlegestelle, spielten Karten, häkelten und genossen die Stille und den Ruf des Kuckucks.

Mit der Fähre fuhren wir dann den ganzen Weg zurück bis zum Beginn der Schiffsreise. Das dauert so etwa 50 Minuten. In der Sonne könnte man es mittlerweile kaum aushalten und so liefen wir von Schattenfleck zu Schattenfleck. In der Nähe der Fährstation liegen einige Snackrestaurants und in einem kauften wir Pommes und aßen sie und sammelten Kräfte für den Rückweg.

Zurück ging es dann relativ schnell wieder mit der Straßenbahn und sehr erschöpft kamen wir in der Wohnung an. Zumindest die ein Mitbewohnerin und ich. Die andere ging mit meiner Mutter noch kurz zum Hypermarkt etwas einkaufen. Zum Abendessen kochte ich Nudeln mit Tomatensoße. Die beiden y,Mitbewohnerinnen gingen dann später noch einmal los in die Altstadt und tranken auf dem Freiheitsplatz sitzend Milchshakes. Der Abend endete mit Haare schneiden und Karten spielen.


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