London – Tag 3

Los ging es gegen 10 Uhr zur tube Cutty Sark und von dort bis zu Heron Quays. Auf dem Weg zur Jubilee-line entdeckten wir das unterirdische riesige Einkaufscenter dort. Süß fand ich die Idee, ein Klavier in einem Durchgang aufzustellen, auf welchem stand: I’m yours! Pay me!

Weiter ging es dann zur Baker Street, wo wir in die Hammersmith & City line wechselten und bis Ladbroke Grove fuhren. Ziel war die Portobello Road. Nach einem kurzen Abstecher in einen Whole Food Market und der danach folgenden Nahrungsaufnahme, schlenderten wir die Strasse entlang. Der Marsch von gestern steckte uns noch in den Beinen und so liefen wir langsam, schauten viel und verharrten oft. Wichtigster Ort hier war der Plattenladen Rough Trade, in welchem mein Begleiter tüchtig in der CD Abteilung zuschlug! Es herrscht eine sehr angenehme Stimmung. Notting Hill Stimmung eben.

Schließlich kamen wir am Kensington Garden heraus und durchquerten ihn an seinem obersten Ende, ebenso wie den Hyde Park. Wir warfen aus der Ferne einen Blick auf den Kensington Palace, sahen merkwürdige Vögel, romantische Häuschen und tolle Plastiken auf unserem Weg. Nächstes Ziel war das Kaufhaus Selfridges in der Oxford Street.

Wie es dort war, habe ich ja schon berichtet. Dann ging es Richtung Themse und gefühlt an allen Designern der Welt vorbei durch den Green Park bis zum St. James Park. Dort wurden Enten, Gänse und Pelikan ausgiebig betrachtet und der Buckingham Palace mal wieder „von hinten“ bestaunt.

Dann geht es ja Schlag auf Schlag und sowohl Big Ben als auch Westminster Abbey und das Parlament kommen in Sicht. Als Mahnmal lagen Blumen auf der Wiese. Da die Sicherheitsvorkehrungen anscheinend verschärft worden sind und wir auch nicht wußten, inwieweit es klug ist am Ostermontag in die Messe zu gehen, skippten wir den Rest des Tagesplan (Besuch der Westminster Abbey zu Abendgottesdienst, da dann kostenlos zu sehen). gegenüber vom Parlament am anderen Ufer also liegt übrigens das ST. Thomas Hospital, wo es günstiges Essen zum Mittag gibt. Wir stiegen aber in den Bus und fuhren bis Depotford Bridge. Von dort ging s mit der Tube nach Greenwich,nochmal zu Sainsbury rein und dann nach Hause – essen, ausruhen, fernsehen!

Wissenswertes:

Cutty Sark war ein Teeklipper und zu ihrer Zeit eines der schnellsten Schiffe. Da sie der letzte gebaute Klipper war, erlangte sie einige Berühmtheit und liegt nun in Greenwich an der Themse für Besichtigungen bereit.

Die Portobello Road  liegt im Stadtteil Notting Hill und durchquert diesen von Norden nach Süden. Wo 1740 noch ein Feldweg war, wurde 259 Jahre später der Film Notting Hill mit Julia Roberts und Hugh Grant gedreht.

Oxford Street„gilt als die bedeutendste und berühmteste Einkaufsstraße der Stadt und eine der umsatzstärksten in Europa. … Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung und der höchsten, jemals gemessenen Stickstoffdioxid-Belastung wurde Oxford Street als „am stärksten vergiftete Straße der Welt“ bezeichnet. … Entlang der heutigen Straße führte bereits in der Antike ein Weg. In den Jahren 1196–1782 war sie bekannt als Tyburn Street, nach dem Namen des Flusses Tyburn. Entlang der Straße wurden die Gefangenen des Gefängnisses Newgate Prison zur Hinrichtungsstätte geführt. Am Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Straße nach dem Adligen Earl of Oxford benannt.“ (Quelle)

Kensington Garden und Hyde Park und St. James Park gehören zu den königlichen Parks. Beide zusammen und größer als Monaco 😉 . Es ist sehr erholsam und entspannend hier zu flanieren. Einst waren es Ländereien, die den Monarchen Engands gehörten und ihnen zur Erholung dienten. Inzwischen sind sie in öffentlich zugängliche Parks umgewandelt worden, von welchen es heute acht gibt.

Der Buckingham Palace ist seit der Thronbesteigung durch Victoria 1837 offizieller Residenzort der Krone.

Big Ben heißt eigentlich Elisabeth Tower und nur die größte der fünf Glocken darin heißt großer Benjamin = Big Ben. Aber das ist allen egal und sobald man ihn erblickt, heißt es: Oh der Big Ben! Zu recht ist er eines der Wahrzeichen Londons. Still und steig wacht er über die Stadt. Er ist  96,3 m. Die ersten 61m bestehen aus Ziegelstein mit einer Kalksteinfassade und die Spitze aus Gusseisen.

 

WARUM ICH LONDON LIEBE:

Der öffentliche Nahverkehr ist hier geradezu angenehm. Jeder geht seinem Tagwerk nach, ist höflich und bei sich. Die Durchsagen sind gut verständlich, präzise und ebenfalls höflich. Es wird sogar ein Grund genannt, wenn der Zug länger stehen bleibt und dafür die völlig überflüssige Entschuldigung dafür gespart. Die Mitarbeiter, die man so unterwegs trifft, helfen bereitwillig und beantworten freundlich und hilfreich etwaige Fragen. Die Sitze in den U-Bahnen sind sehr bequem, die in den Besen eher weniger.

 

 

 


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