London, die Vierte

Fü vier Tage war ich auf einem Shoppingtrip in London. Das wollte ich schon immer mal sagenschreiben, es hört sich so furchtbar toll dekadent an!

TAG 1

Sonntag, 4 Uhr morgens, der Wecker klingelt – yeah! Aber eigentlich mag ich es so früh unterwegs zu sein in dem Wissen, ich verreise. Das erinnert mich an die Morgen mit meiner Mutter, wenn wir sehr früh im Dunkeln los sind zum Zug. Nach wie vor fühle ich ein aufregendes Kribbeln beim Verreisen und in der früh ist es besonders stark. Wie immer ging es von Schönefeld aus mit easyjet nach London Gatwick. IMG_1085

Von dort ging es weiter mit dem Gatwick Express zur Victoria Station. Unsere Airbnb-Wohnung war zwar erst ab etwa 1 Uhr frei, aber wir durften unsere Sachen schon vorher reinstellen und so fuhren wir nach Stoke Newington im Norden Londons.Diesen Teil von London kannte ich noch gar nicht. Nachdem wir unsere Oystercards aufgeladen hatten, fuhren wir mit der Victorialine bis Finsbury Park und liefen von dort 20 min. bis zur Lordship Road.

Nachdem wir den netten Vermietern „Hallo“ gesagt haben und unsere Sachen abgestellt hatten, liefen wir etwas durch die Gegend und waren echt begeistert von der Gegend. Viele kleine Läden und Cafés, angenehme Atmosphäre und schöne Häuser. IMG_1099

Schließlich machten wir uns auf zum Haunt, einem veganen Laden, den wir vorher recherchiert hatten und ließen uns dort eine Mischung aßen dort zum Frühstück ein Mittag 😉 !

Währenddessen hatten die Vermieter geschrieben, dass die Wohnung nun bereit ist und so konnten wir nach dem Essen „einziehen“. Auf dem Weg zurück kauften wir noch Lebensmittel im Bioladen „Harvest“, den ich am liebsten auch in Berlin hätte!IMG_1101

Die Wohnung, die eigentlich ein kleines Haus ist, ist sehr, sehr schön und nur zu empfehlen. Es ist nicht die modernste, aber dafür hat sie Atmosphäre und auch sonst alles, was man braucht. Das Häuschen war früher ein Wachhaus und steht quasi auf der Straße. Dadurch hört man zwar die Autos sehr gut, was uns nicht gestört hat, aber hat auch das Gefühl wie auf einer Insel zu sein.

Dann ruhten wir erstmal aus. Und dann ruhten wir noch etwas aus und dann noch etwas und dann war es zu spät, irgendwas anderes zu machen. 😉 Das tolle am Wohnen über Airbnb ist ja aber, dass man sich ein bißchen wie ein Einheimischer fühlt. Für mich, die ich mein Herz an London verloren habe, ist das schon großartig: in einer Wohnung in London zu sein und sich vorzustellen, es wäre die eigene! Wir hatten eigentlich ein Reservierung fürs Dinner, aber die ließen wir sausen und gingen lieber nochmal zum Harvest und kauften dort etwas zum Abendessen. Mit englischem Netflix endete so Tag 1.

TAG 2

Nach einem Frühstück ziehen wir los zum nebenan gelegenen Friedhof Abbey Park. Er gehört zu den sieben berühmten Friedhöfen Londons, den  „The Magnificent Seven“. Wir sind nur etwa über die Hälfte des Friedhofes gelaufen und waren dann schon so voller Eindrücke, dass wir wieder gingen! Warum müssen die Feinhöfe bei uns nur so spießig sein. Hier fühlen sie sich quasi lebendig an und es ist schön hier entlang zu laufen und der Toten zu gedenken.

Ein weiterer Vorteil der Airbnb Wohnung: es fahren eine Masse an Bussen hier! So stiegen wir in den 393 und fuhren nach Camden. Ja, es dauert lange, mit Bussen in London unterwegs zu sein, aber dafür sieht man viel von der Stadt. In Camden schlenderten wir durch den Camden Lock Market und den Stables Market. Die Doc Martens, die ich mir hier kaufen wollte, hatten sie leider nicht in meiner Größe und es gab zwar irre viel vegane Essenangebote, aber erst konnten wir uns ewig nicht entscheiden und als wir uns entschieden hatten, gab es das gerade nicht 😦 . Also kaufte ich nur Mitbringsel für die Mitbewohnerinnen und die Große und wir zogen weiter.

Wir fuhren von Camden Town mit der Northern line zum Leicester Square und dann mit der Piccadilly line nach Covent Garden. Hier gab es dann meine Schuhe in einem Schuhladen und glücklich ging es weiter. Wir schlenderten durch die Neal Street, klapperten die Läden ab und in Urban Outfitters fand ich noch einen tollen … ja wie nennt man das? Overall? Einteiler? Hosenanzugartiges?. Anschließend ging es zum Pret A Manger- Es ist zwar eine Kette, aber das Essen ist frisch und lecker und das vegane Angebot sehr gut.

Wir liefen dann noch ein Stück durch die Oxford Street und gingen natürlich noch zu  Nike-Town. Warum ist London nur so viel cooler als Berlin?!?! Wenn man hier bei Nike-Town eintritt, empfängt einen erstmal ein DJ, der Kendrick Lamar auflegt!!! Und die Mitarbeiter sind voll und freundlich und man muss nicht erst zur Kasse, um zu bezahlen. Ach ja…good old Germany!  Anschließend bogen wir nach Soho ein, wo der Mitbewohner für längere Zeit in den CDs von The Sound Of The Universe versank, während ich mich in die Taschen verliebte, aber bei allem Nachdenken keinen Grund fand, eine zu kaufen. Mit dem Bus 73 ging es dann an Kings Cross und Angel vorbei nach Hause.

Nach einem Einkauf bei Whole Food wurde ich bekocht und der Tag endete gemütlich mit Netflix.

TAG 3

An diesem Tag fuhren wir vor allem Bus. Wer kennt das: die neuen Schuhe stehen im Schrank und man weiß, sie müssen erst eingelaufen werden und daher sollten man sie für lange Strecken noch nicht anziehen, aber sie sehen so schön aus und man kann es gar nicht erwarten sie zu tragen und dann auf einmal, man weiß auch nicht wie, sind sie an den Füssen und man ist unterwegs. Yeah, that’s me! Wir fuhren mit dem Bus 106 bis zum Tower. Eigentlich wollte ich gern rein, aber meine Füße schmerzten und dann dachte ich, es wäre vielleicht schöner, mit den Mitbewohnerinnen mal reinzugehen. Schließlich fuhren wir den ganzen Weg wieder zurück und ich wechselte meine Schuhe 😉 !

Dann ging es wieder in den Bus  393 nach Camden und dort in die Brecknock Road in einen Laden namens The Third Estate. Hier gibt es fair gehandelte und teilweise auch vegane Kleidung, Schuhe etc. . Es waren einige schöne Sachen dabei, aber entweder brauchte ich sie nicht oder sie saßen nicht so gut.IMG_1189

Und dann ging es wieder mit dem Bus zur Oxford Street und zwar zu Selfridges.

Adidas statteten wir auch einen Besuch ab.IMG_1201

Nachdem wir noch in den ein oder anderen Laden gegangen waren, fuhren wir – natürlich mit dem Bus – wieder nach Stoke Newington und aßen uns im Haunt durch die Abendkarte.

 

TAG 4

Nachdem wir alle Sachen gepackt hatten und das Haus in Ordnung gebracht hatten, ging es los mit Bus und Tube zur Portobello Road. erster Anlaufpunkt hier natürlich ein Recordstore: Honest Jon’s. Dann ging es zum nächsten Laden: Rough Trade, wo das Portmonee schmaler und die Tasche voller wurde. Ich kaufte mir eine CD von Princess Nokia.

Am Notting Hill Gate besuchten wir dann noch zur Stärkung den dortigen Pret A Manger, bevor wir mit der Tube zur Victoria Station fuhren. Noch schnell einen Kaffee und dann in den Gatwick Express zum Flughafen. Von dort mit dem Zug zum Südterminal und auf den Flieger warten. Alles geht pünktlich von statten und schwups, sind wir wieder in Berlin!

 

Jetzt steht noch ein Londonbesuch mit den Mitbewohnerinnen an und ich glaube, das war es dann erstmal… naja … bis die Sehnsucht wieder zu groß wird 😉 !


2 Gedanken zu “London, die Vierte

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