Zwei Tage im Dezember

Ich nehme euch mit in mein Weihnachtswochenende – hereinspaziert:

TAG 1 – SAMSTAG

Ich erwache viertel nach 10 und danke dem Universum fürs Wochenende und die Möglichkeit auszuschlafen! Die anstrengenden letzten Wochen Kitazeit liegen hinter mir und ich habe alles – zwar mit Schnupfen, aber dennoch – gut geschafft.

Eine Stunde lang liege ich da, schaue aus dem Fenster und quatsche mit dem Mitbewohner.

Eine weitere Stunde vergeht beim YouTubeVideos schauen und Instagramstory-checken!

Auf YouTube schaue ich:

Nach solchen langen Bettsequenzen stehe ich am einfachsten auf, indem ich willkürlich etwas in Reichweite aufräume. Heute mein Nachschrankregal, in welchem auch Teile meiner Garderobe ihren Platz finden.

Danach kann ich mich dann anziehen und da wir einkaufen fahren wollen, geht es auch gleich in die Schuhe und den Mantel.

Für mehr Echtheit in den Sozialmedien sei hier mal erwähnt: ja, ich habe mir an diesem Morgen nicht die Zähne geputzt oder sonst eine nennenswerte Tätigkeit im Bad ausgeführt 😉 !

Da der Mitbewohner noch unbedingt etwas musikalisches machen muss, räume ich derweil weiter auf … im Mantel und so!

Dann geht es los. Erst zu Fuss das Päckchen abholen, welches mir Franzi schickte! Dann bei Media Markt bestellt CDs abholen.

Als wir wackeren Schrittes aus dem Center gehen, landen wir auf einmal wie von Geisterhand gelenkt im Peter Pane und haben schwupsdiewups Essen bestellt.

Die Uhrzeit verzeiht es, dass wir Burger und Pommes zum Frühstück essen.

Dann geht es zurück und gleich ins Auto und weiter.

Im Auto wird die neue Musik gehört. Ziel ist Kreuzberg und das neue Veganz in der Marheineke Markthalle. Hier kaufen wir tüchtig ein … ist ja Weihnachten und die Welt könnte untergehen und überhaupt!

Dann geht es zurück nach Hause und dort wird erstmal der Einkauf eingeräumt.

Da wir nicht noch in einen anderen Laden wollten, muss der Kater sich jetzt über die Feiertage auch vegan ernähren. Ich habe mir mal B12 Kapseln gekauft. Nach 10 Monaten fast vollständiger veganer Ernährung kann das ja vielleicht nicht schaden.

Dann geht es mit dem Putzen und so weiter: Wäsche waschen, saugen … trallalala!

Mittendrin bietet sich mir dieses Bild:

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Es wird mal wieder umgeräumt und die Schreibtische und Arbeitsplätze werden durcheinander gewürfelt.

Ich setze erstmal die Kartoffeln auf für den obligatorischen Weihnachtskartoffelsalat.

Und genieße dann mit einigen Knabbereien die Weihnachtsstimmung im ruhigerem Teil der Wohnung.

Dann gehts ans Schnippeln und nach einer Weile ist der leckere Salat fertig und kommt zum Ziehen in den Kühlschrank.

Ich danke dem Universum zum zweiten mal an diesem Tag und zwar für die Erfindung des Geschirrspülers und schmeiße diesen an. Dann beseitige ich die Rotzfahnen aus meinem Bett, die der Schnupfen dort hingeschnaubt hat. Ach so ein Bett ist doch ein schöner Ort auf der Welt!

Nach einigem Geräume ist dann auch mein neuer Arbeitsplatz fertig. Nun habe ich gerade meinen eigentlich neuen Arbeitsplatz und Schreibtisch vorgestellt und nu ist es schon wieder anders. Ich habe meinen alten Schreibtisch wieder … zumindest für kurze Zeit!

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Dem Kater scheint sein veganes Mahl zu schmecken, jedenfalls frisst er. (In den kommenden Tagen sollte er uns dann tyrannisieren ob dieser Zumutung an Katzenfressen).

Ich hänge die Wäsche auf und mach mir einen Tee.

Mit diesem begebe ich mich an meinen Schreibtisch und während der süße Karte auf seiner neuen Decke hockt, bastel ich am Weihnachtsgeschenk für meine Mutter.

Dabei stöbere ich auch durch alte Fotos und entdecke dieses von mir, auf welchem ich eine Fotografin nachstelle.

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Der Mitbewohner kocht ein leckeres Essen und der Tag endet damit und im Bett mit Netflix und der schrottigen aber unterhaltsamen Serie Zoo.

 

TAG 2

Es ist Weihnachten – Juchhu!

Wie habe ich mich als Kind auf diesen Tag gefreut und wie langsam sind die Stunden gekrochen bis es endlich Zeit für die Bescherung war!

Da die Mitbewohnerinnen nicht da sind, können wir Weihnachten feiern, wie wir wollen.

Ich will das mit meiner Mutter machen – wir haben noch nie Weihnachten nur zu zweit verbracht. Der Mitbewohner verbringt den Abend mit Kater Cloony, der Musik, lecker Essen, Büchern und Filmen.

Um neun wache auf, verlasse aber in den kommenden anderthalb Stunden nicht das Bett. Danach geht es ans Sachen packen, ins Bad und in die Klamotten.

In der Küche wird dann der Salat nochmal abgeschmeckt und nachgewürzt und aller Essenkram eingepackt.

Schließlich geht es mit dem Auto los und zwar erstmal zur Tanke. Hier wird neben dem Tanken auch noch das Öl kontrolliert und nachgefüllt.

Musikalischer Begleiter ist bei dieser Fahrt Leonard Cohen. Der Mitbewohner setzt mich bei meiner Mutter ab und zieht seiner Wege. Oben angekommen essen wir gleich. Der Salat schmeckt und die Tofuwürste auch. Meine Mutter ist so lieb und feiert ein veganes Weihnachten mit mir.

Als eine Freundin vorbeikommt, kriegt sie auch noch etwas vom Kartoffelsalat und anschließend setzen wir uns ins Wohnzimmer, hören Musik und quatschen.

Die Freundin zieht von dannen und wir beschließen, dass es jetzt schon Geschenkezeit ist!

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Meine Mutter freut sich über das Fotoalbum und ich freue mich über die Beutel für den plastikfreien Brot – und Gemüseeinkauf, über das Rezeptheft und über das Leuchttetris von Franzi!

Danach basteln wir herrlich kitschige Perlensterne und noch welche aus Papier nach einer neuen Falttechnik, die meine Mutter bei YouTube gelernt hat 😉 !

Es folgen zwei Runden Halma, bei der erst ich und dann meine Mutter gewinnt und sie leicht verzweifelt ob meiner chaotischen Spielweise.

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Weiter geht es mit der Zubereitung des Abendmahls. Es soll Klösse, Rothohl und einen Pilz“braten“ geben. Den habe ich bei Jasminar entdeckt.

Das gemeinsame Kochen macht Spass und geht schnell von der Hand. Schließlich sitzen wir am schön gedeckten Tisch und lassen es uns schmecken.

Anschließend gehen wir an den Müggelsee und durchqueren im Dunkeln den Wald. Eigentlich wollten wir dies in Stille tun, aber dann liefen wir mit Birkenknüppeln in der Hand laut redend daher. Wir wollten die Wildschweine nicht erschrecken … ihr versteht.

Schön war es in dieser lauer Luft an der Spree entlang zu laufen und die Lichter zu sehen.

Auf dem Nachhauseweg rumpeln die Pilze im Magen meiner Mutter und ich denke an den Wolf bei den sieben Geißlein. Daher legt sie sich zu Hause etwa hin, während ich ihr Fencheltee bringe und den Abwasch mache. Schnell geht es ihr wieder besser und wir sitzen in trauter Zweisamkeit jeder vor seinem Laptop beisammen und schauen unsere Serien.

Das ist das Tolle am Erwachsen sein: Man kann Weihnachten feiern wie man will … oder halt auch gar nicht!

Meine Mutter ging dann ins Bett und ich versank bis kurz vor drei vor dem Bildschirm. 😉

Ich hoffe, ihr hattet ein Weihnachtsfest (oder eben keines) nach eurem Geschmack und wünsche euch Gutes für das neue Jahr!

 


7 Gedanken zu “Zwei Tage im Dezember

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