Zwei Tage im Januar

Der erste Flog im Jahre 2018! Ich dachte ich geh mal ganz stupide die Woche durch, daher beginnt es mit einem Montag und einem Dienstag.

TAG 1 MONTAG

Der Tag beginnt kurz nach sieben Uhr mit Yoga. Ich mach die 30 Tage Challenge von Adrienne mit, wie auch schon im letzten Jahr. Daher beginnen oder enden die Tage zur Zeit mit Yoga. Mein treuer Begleiter dabei ist der Herr Kater! Aufmerksam verfolgt er jede Bewegung.

Im Anschluss daran folgt dann das obligatorische Anziehen. Auch hier handelt es sich um eine Challenge 😉 ! Ich ziehe eine Arbeitswoche lang, also Mo-Fr, die gleichen Klamotten an. Sonntag überlege ich mir, worauf ich Lust habe und was passt und den Rest der Woche über wird nur das dadrunter gewechselt. Ich mache sehr interessante Erfahrungen mit mir selbst und auch mit meiner Umgebung. Im Bad ist es bei der alten Zahnpasta, Lippenpflege und Gesichtscreme. Neu ist die Handcreme. Die alte ist aufgebraucht und diese bekam ich von einer Kollegin zu Weihnachten. Sie cremt die Hände gut ein, aber riecht ziemlich intensiv, was ich eigentlich nicht so mag. Aber aufgebraucht wird sie. Zum Ende des Bauprogramms erbarme ich mich noch des Katzenklos.

Nächster Punkt der Tagesordnung: Küche. Schnell die Reste von gestern Abend (Kroketten, Rotkohl, vegane Rindfleischstreifen und Pfifferlinge in veganer Rahmsoße) fürs Mittagessen eingepackt und noch ein Brot mit veganer Wurst und Käse und Sprossen und Humus samt Kiwi für den Nachmittagshunger vorbereitet. Zum Frühstück gibt es dann Haferflocken, mit gemischten Kernen, Hafermilch und LupinenHeidelbeerJoghurt. Dazu das zweite Glas Wasser – da achte ich nämlich grad tüchtig drauf. Nebenbei fühle ich meinen Kopfschmerzkalender aus, da ein Arzttermin ansteht.

Es ist kurz nach acht und damit Zeit loszufahren. Ich packe meinen Rucksack und nehme mit … Kalender, Notizbuch, Mittagessen und Nachmittagssnack, Unihefter, Federtasche, Portmonee, Schlüssel, Ausweis und Schlüssel für die Arbeit, erste Hilfe Tasche, Brief an die Ärztin. Das alles findet wunderbar in meinem Rucksack Platz und er sieht immer noch schick aus! Mantel über, Mütze und Schuhe an und los gehts.

Mein persönlicher Fahrer, auch bekannt als Mitbewohner, bringt mich zur Ärztin. Im 4 Wochenrhythmus treffen wir uns und schauen den Verlauf der Migräne-Attacken an. Das machen wir seit einem Dreiviertel Jahr und sie probiert mal dieses und mal jenes homöopathisches Mittelchen aus. Zudem war ich zur Kontrolle beim Neurologen und beim CTG. Da wird heute Rücksprache gehalten. Es wird besser und kontrollierter alles – die Mittelchen und die angepasste Lebensweise scheinen zu wirken! Während ich noch im Wartezimmer nutze ich die Zeit fürs Studium – es ist Hausarbeitszeit!!!

Kurz nach halb zehn geht es dann zur Arbeit – mit Bus, S-Bahn und U-Bahn. Während der Fahrt lese ich Blogbeiträge und verteile likes.

Im Kindergarten angekommen kümmere ich mich als erstes um den neuen Essenplan. Irgendwann nervte uns Erzieher das ständige Nachgefrage der Kinder: „Was gibt es heute zu essen?“ Aber woher sollten sie es auch wissen, sie können den Essenspalt nicht lesen. Daher fotografierten wir alle Gerichte, die es so bei uns im Wechsel gibt und kleben sie nun montags an den entsprechenden Tagen auf. Ein Fotoessensplan quasi. Nicht bedacht hatten wir, dass die Kinder nun zwar wussten, was es gibt, aber nicht wann es das gibt. Daher kam immer wieder die Frage „Welcher Tag ist das?“. Daher dachte sich meine Kollegin diese Hand aus. Die Kinder kennen schon das Abzählen der Wochentage an der Hand (Samstag und Sonntag sind die beiden großen Zehen) und durch die Farben und die Punkte wird es noch klarer. Nun sieht man die Kinder vor dem Schrank stehen und abwechselnd Hand und Fotos studieren, bis sie erfreut wissen, was es gibt. Nach ein paar Mal forschen, haben die meisten dann den Dreh raus. So sieht Teilhabe in der Kita aus!

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Mittagessen, Vorlesen, Draussen sein und Brettspiele (der Renner zur Zeit)- der Kitatag, da auch durch den Arzt verkürzt, verging schnell. 16:45 machte ich mich auf den Weg zur U-Bahn und fuhr zur Schlossstrasse. Während der Fahrt brachte ich meinen Kalender auf den aktuellen Stand.

Im Schloss besorgte ich Lebensmittel für meine Mutter. Am Samstag feiert sie Geburtstag und ich schenke ihr eine Box gefüllt mit veganen Lebensmittel und Rezepten für ca. drei Tage und knüpfe damit an den geschmacklichen Erfolg von meiner Geburtstagsfeier und Weihnachten an. Zudem besorgte ich ein paar kleine Geschenke für meine Kollegin, die am Dienstag Geburtstag hat. Und als ich da so im Thais stehe, fällt mir das Wolfsbuch ein, dass ich in Weimar gesehen habe und denke: „Hey, du bist doch erwachsen. Du musst doch nicht warten, dass die irgendwer das Buch schenkt, sondern kannst es dir einfach kaufen!“ Gedacht – getan! Noch eben zur Sparkasse und dann geh ich noch schnell zum Naturkaufhaus, denn oben gibt es dort leckeres Sushi und auch zwei vegane Versionen von Maki. Wieder ein erstes Mal: Zum ersten Mal hole ich mir Sushi als Take Away und komme mir dabei sehr dekadent vor 😉 !

Der Weg von der Schlossstrasse nach Hause ist soooooo schön! Ich mag diese ehrwürdigen, dunkeln Strassen, die von der großen Strasse abgehen. Und als es dann noch sanft zu schneien beginnt, strömt mein herz über. Sobald es schneit, wird es irgendwie still in mir und alles ist besser – müde sein ist auf einmal Gemütlichkeit, kalt sein auf einmal Freude auf das Warme und so weiter.

Zu Hause angekommen packe ich das Gekaufte aus und stell dem grummeligen Mitbewohner das Sushi vor die Nase. Wir lassen es uns schmecken und ich schieb noch ein Stück Schokokuchen hinterher. Dann räum ich den Geschirrspüler aus und bereite mein Mittag für morgen zu.

Wie immer lande ich dann vorm Computer und mach was für die Uni. Wie so oft, seit dem das Klavier da ist und direkt hinterm Schreibtisch steht, lande ich dann beim Musik machen mit dem Mitbewohner. Danach pack ich noch die Geschenke ein und schwups geht es ins Bett. Wie immer endet der Tag bei Netflix und diesmal bei der ziemlich doofen Serie Van Helsing. Aber naja, manchmal ist diese Art von Schrott genau das, was ich brauche! Mitternacht ist Schluss und Licht aus.

 

TAG 2 DIENSTAG

Halb acht – der Wecker klingelt. Der Kater fordert noch etwas verschlafen sein Frühstück ein. Als nächstes nehme ich die Wäsche ab. Das mache ich gerne morgens, weil es mir beim Wachwerden hilft. Draussen ist es noch dunkel und möchte lieber wieder ins Bett. Kater Cloony hat seine fünf Minuten und versucht wie blöde seinen Schwanz zu fangen. Ich zieh das Gleiche an wie gestern und auch im Bad passiert nix Neues, außer dass ich mir eine Vitamin B12 Kapsel reinpfeife. Nach fast 12 Monaten vegan sein, halte ich das für angemessen.

Dann geht es wieder in die Küche. Essen einpacken, Restzeug einpacken. Der Blick nach draussen bestätigt: Auch heute wird es wieder Tag werden. Angezogen, losgegangen.

In der U-Bahn beginne ich das neue Buch und schwups bin ich am Gendarmenmarkt.

Heute wird Geburtstag gefeiert in der Kita – den meiner Kollegin. Sie hat mir extra Oreokeske mitgebracht! Davon esse ich vier, dann noch meine Nudeln und aus irgendeinem Grund später noch das ein oder andere Stück vegane Pizza, das im Mitarbeiterraum herumfliegt. Danach ist mir für den Rest des Tages gleich schlecht 😉 !

Huet begleite ich die Mittagsruhe und es ist jedes Mal so goldig, die Kinder schlafen zu sehen und atmen zu hören. Also die, die nicht versuchen miteinander zu flüstern und die Kuscheltiere malträtieren. Nach dem Schlafen ist das Aufräumen dran und das ist der Kitttag schon wieder rum. Die Hälfte der Kinder ist entweder krank oder im Urlaub. Zwölf Kinder mit drei Erziehen und einer Praktikantin ist kein Schlüssel über den man sich beklagen kann! Mir ist nur hin und wieder schrecklich langweilig. Aber dann erbarmt sich immer irgendein Kind und spielt mit mir Mensch ärger dich nicht oder Uno oder oder.

Nach der Arbeit geht es schnell Richtung zu Hause und dort aber nicht nach oben, sondern ins Auto. Meine Sparkasse ist leider noch die in Teltow und wenn ich etwas, so wie heute, von meinem Sparbuch abheben möchte, muss ich dorthin. Bei den Öffnungszeiten ist das gar nicht so einfach! Nach kurzem Intermezzo (Flüchtling trifft auf Sparkassenmensch und deutsche Bürokratie) hatte ich, was ich wollte und weiter ging die Fahrt. Nach … IKEA! Nach 50 Jahren Bestehen der Ivar Kollektion bin ich nun auch so weit und kaufe mir eins. Wieder einmal liebe ich unser großes Auto sehr!

Zu Hause mache ich mich ans Aufbauen, während der Mitbewohner den Kochlöffel schwingt und eine leckere Schwarzwurzel-Birnen- Suppe mit Wirsingchips kocht. So funktioniert Rollenverteilung bei uns! Nach getaner Arbeit entdeckt der Kater das Gelände und ich lass es mir schmecken. Diesmal folgt weder Studium noch Yoga sondern gleich das Bett und Netflix.

Und das war es im Januar. Mehr im Februar!

Wie war euer erster Monat in 2018?! Neujahrsvorsetzte (hihi: zuerst schrieb ich Vorjahrsneusätze) umgesetzt / durchgehalten?


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