Luxemburg – Tag 2

Hier findet ihr den ersten Tag.

Weiter geht es mit

TAG 2 – Einmal durch die Stadt und durchs Unterholz

Der Tag begann, wie soll es anders sein, mit Frühstück. Wir hatten herrlichsten Sonnenwetter und machten uns daher zu Fuß auf den Weg. Ziel war das Kirchberg-Plateau. Auf diesem tummeln sich moderne Gebäude, die anscheinend meist Banken beherbergen. Aber auch der Europäische Gerichtshof und vor allem die Philharmonie und das MUDAM (Museum) befinden sich hier.

Da wir bei solchen Wanderungen meist unserem Bauchgefühl folgen („Ach – der Weg sieht schön aus, lasst uns diesen nehmen“) landen wir oft an unverhofften Orten 😉 !

Am Höhepunkt des Weges kämpften wir uns also durch dornenverzweigte Unterholz – der wer braucht schon Wege – und am Tiefpunkt schleppten wir uns eine laute Strasse in die völlig falsche Richtung entlang (Es geben nicht immer die Klügeren nach!).

Schließlich landeten wir auf dem Plateau und nach der Wildnis war es doch schon ein heftiger Kontrast.

Architektonisch sehr beeindruckend fand ich die Philharmonie. Auch wie die Umgebung genutzt wurde, bzw. die sie umgebenden Gebäude, um die Wirkung noch zu erhöhen, war cool!

Eine ganze Zeit liefen wir einfach nur um sie herum und filmten und fotografierten und staunten über die Vielfalt der Perspektiven.

Dann ging es weiter zum MUDAM. Da das Wetter so schön war, gingen wir nicht hinein, sondern beschäftigten uns mit der Installation davor und genossen den herrlichen Ausblick auf Luxemburg. Die Installation stammt vom Künstler Susumu Shingu und nennt sich WIND CARAVAN. Hier ein Bild von der Seite des MUDAM:

2018_Susumu_Shingu_Wind_Caravan_Mudam_420px_03.jpg

Die Mobiles reagierten fein auf jeglichen Wind und drehten sich dennoch sehr langsam und sanft – es entstand ein skurriles Gefühl, welches die Zeit etwas aushebelte. Bis Januar 2019 kann man sie noch beobachten.

Abwechselnd Ausblick und Mobiles anschauend verspeisten wir unser Wandermahl. Dann ging es weiter. Hinter dem MUDAM, welches auch architektonisch besonders war, entdeckten wir dann Fort Thüngen (Dräi Pechelen), ein Teil der historischen Festungsanlagen. Wie hier altes Gemäuer mit Glas, Stahl und Weiß in Verbindung gebracht wurde, ist einfach nur schön in meinen Augen.

Ein Weile kletterten wir durch die Festungsanlagen und machten uns dann an den Abstieg ins Pfaffenthal.

Hier fand ich mein Haus, in das ich ziehen würde (eine kleine Tradition bei uns: an jedem Urlaubsort suchen wir uns unser Haus zum Leben aus 😉 ). Dann schlenderten wir weiter zum gemütlichen Flüsschen Alzette und machten dort am alten Waschplatz eine Pause und schauten Enten und Wasser an.

Anschließend wollten wir eigentlich mit dem gläsernen Fahrstuhl auf der anderen Seite wieder in die Oberstadt fahren, aber der wurde leider gewartet. So ging es sehr nervig und durchaus anstrengend Treppen und steile Wege hinauf 😦 . Ich sollte wohl mal ein bißchen anmeiere Kondition arbeiten 😉 !

Oben liefen wir einmal straight durch die Oberstadt und fanden uns wieder an einem Abgrund, der den Blick auf den Stadtteil Grund (ein Teil der Unterstand) öffnete. Auf dem Weg hatten wir noch einen Supermarkt entdeckt und uns fürs mit Keksen und Kakao eingedeckt. Hier war nun der perfekte Ort zum Krümmeln und weiter planen.

Wir beschlossen nicht auf die andere Seite zum Bahnhofsviertel zu laufen, sondern uns linksseitig nochmal in die Oberstadt zu begeben, um mal zu schauen, ob wir zu den Bockkasematten finden würden.

Gesagt getan.

Schließlich landeten wir an einem schönen Platz und genehmigten uns Kaffee und Limonade.

Während wir das absolute Urlaubsgefühl genossen, fiel uns auf, dass wir direkt vor dem MNHA (Museum für Kunst und Geschichte) saßen. Und da große „Eintritt frei“ dran stand und unsere Laune danach war, gingen wir hinein.

Es ist ein wirklich schönes und interessanten Museum. Sehr informativ und gleichzeitig ästhetisch wird durch die Geschichte geführt. Aber während wirklich in der Urzeit angefangen wird, läßt es leider die gesamte neuere Zeit aus, beziehungsweise fast aus.

Aber das, was zu sehen war, war toll. Selbst die Mitbewohnerin, die sonst Museen hasst, konnte sich kaum losreißen!

Zugleich wird klar, wie vielfältig die Geschichte dieses Großherzogtums ist – dem letzten in Europa.

Solch kleine Details, dass man Blicke auf die Stadt aus dem Museum werfen kann, fand ich sehr anregend.

Nach dem Museumsbesuch waren wir dann auch fertig mit Sightseeing und machten uns auf dem Weg heim. Zuvor genoßen wir noch einen Panoramablick über Pfaffenthal zum Kirchberg-Plateau – quasi ein Rückblick auf unseren Tag!

Zuhause habe es dann Nudeln mit Tomatensoße und Chips (Urlaubsessen ist so geil und schmeckt aber nur im Urlaub 😉 ), Kartenspiel und Netflix.

IMG_4793.jpg

Dies war Tag 2 der Reise – nächste Woche geht es weiter mit Tag 3.


3 Gedanken zu “Luxemburg – Tag 2

  1. Ich fahre seit vielen Jahren immer nur durch Luxembourg,halte gerne mal in Bettembourg zum Tanken oder Pizza-Essen. Es gibt so viel zu sehen in diesem kleinen Land, da möchte ich mich jedesmal bissle länger aufhalten. Aber wenn man halt nur auf der Durchreise ist, ist das schwerer als man denkt. Irgendwann sollte doch einmal die Zeit sein. Bin sicher, dass man es nicht bereut.

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