Zwei Tage im April

Ein weiterer Versuch an einem Mittwoch und einem Donnerstag zu floggen scheiterte grandios.

Es entstanden am Mittwoch nur diese Bilder:

Daher startete ich am Freitag einen neuen Versuch und nun gibt es hier einen Freitag und einen Samstag in Fotos aus meinem Leben im April 2018!

TAG 1 – FREITAG

Der Wecker klingelt um 6, und 10 Minuten später stehe ich auf. Der Kater begleitet mich ins Bad und macht es sich unpraktischer Weise nach erfolgter Fütterung im Waschbecken gemütlich.

Dennoch gelingt es mir, mein Morgenprogramm zu absolvieren. Nach wie vor brauche ich Artikel auf, die ich noch so da habe: Lavera Zahnpasta, Lipbalm, Oliven Handcreme für Gesicht und Hände und alles. Es neigt sich alles dem Ende zu. Zur Zeit nehme ich zwei Tabletten einer homöopathischen Medizin als eine Art Mirgänetherapie und dazu 1 Kapsel B12. Mein Kopf ist heute nicht so fit, mal schauen, was das wird. Die Haare sind nun so lang, dass Haare kämmen sich lohnt. Dann das Wochenoutfit angezogen und um eine Strickjacke ergänzt, da es draussen kälter ist als zu Beginn der Woche.

 

Es ist 6:30 Uhr und damit Zeit die Mitbewohnerinnen zu wecken. Der Kater zieht mit mir in die Küche und gibt sich dem Trinkgenua hin. Ich fülle mein Mittagessen in die Dose und bereite mein Frühstück und das der Mitbewohnerinnen zu. Freitags gibt es meist Reste: hier Stracciatella-Joghurt, Heidelbeerjoghurt und Apfelmark. Dann such ich mein Zeug zusammen und pack den Rucksack.

 

Auch hierbei unterstützt mich der Kater mental. Leider hilft das nicht gegen die heranziehende Migräne. Also wer ich mir eine Tablette rein und hoffe, bis zur Arbeit ist mein Kopf wieder klarer. Ich hab noch die Ehre die Tüte mit Katzenklozeug wegzubringen 😉 !

 

Der Migräne zum Trotz höre ich Musik und erfreu mich am Frühling, an Berlin und an den neuesten Nachrichten (ähm… daran vielleicht weniger).

 

Heute sieht der Gendarmenmarkt auch viel sonniger aus als am Mittwoch.

 

7:30 Uhr bin ich auf Arbeit und bereite die Räume vor. Der Tag ist erfüllt mit Singekreis

(inkl. einem furchtbaren Lied über Mami und Papi bezüglich des Mutter- und Vatertages: Wenn ihr so eine Mami habt
Dann nehmt sie in den Arm
Und haltet sie euch warm
Denn schnell wird sie euch weggeschnappt
Wer wäre wohl so dreist
Der Mann der Papi heißt

Meine Mami ist schon ziemlich alt
30 Jahre, 31 bald
Doch gehalten hat sie sich nicht schlecht
Sogar die Haare sind noch immer echt
Meine Mami ist mein Kuscheltier
Und am liebsten schmuse ich mit ihr
Einen andren lass ich gar nicht ran
Damit fangen wir erst gar nicbt an

Wie kann das entwicklungspsychologisch bitte gut sein? Und welches Kind denkt denn so? Das ist wieder mal einfach nur gequirlte Erwachsenenscheiße, die lustig sein will. Ich hasse sowas und halt es für absolut verdummend!!! – So, das mußte mal gesagt werden!)

Büroarbeit, helfen in der Kleinkindgruppe, Spaziergang zum Sportplatz, dortiges Mittagessen meinerseits, dann Brennball spielen und schließlich zurück und vespern im Garten gefolgt von Spielen im Garten.

 

15:45 Uhr habe ich Schluss und mache mich auf den Weg zum Farbdrucker. Dort drucke ich 50 mal den Flyer aus, den ich als eine Art „Zeitung“ für die Eltern der Kita monatlich erstelle. Alle 50 Exemplare werden gefaltet und ausgelegt.

 

Nun heißt es warten bis meine Kollegin 16:30 Uhr Schluss hat. Zusammen fahren wir nach Zehlendorf und gönnen uns im Walther`s einen Kaffee. Dann eilen wir zur Schule der Mitbewohnerinnen, da die eine dort mit ihrer Klasse die Zauberflöte aufführt. Es ist irrsinnig warm im Raum, aber die Aufführung ist toll. Was für ein Gegensatz zum Mamilied!!!

18 Uhr ist es vorbei und wir ziehen zur Tanke weiter, wo wir uns mit Radler versorgen. Dann geht es in den einen und dadurch spazierend in den anderen Park, wo wir uns auf einer Bank an einer Art Teich quatschend niederlassen. Die Berliner Natur zeigt sich von ihrer vielfältigsten Seite und wir sehen einen Reiher, ein Mäuschen, Fledermäuse und hören Vögel und Frösche tönen. Gegen 9 Uhr geht es wieder nach Zehlendorf und von dort fährt jeder für sich nach Hause.

Ich werde vom treuen Kater empfangen, fülle mir eine Schüssel mit Salat und Falafelbällchen und Brot und mach es mir mit einer Serie gemütlich.

 

TAG 2 – SAMSTAG

Ich schlafe bis 9 Uhr und nehme mein Frühstück im Bett ein. Dann werden kurz mein Körper und das Bett in Ordnung gebracht und schon geht es samt schicker Sonnenbrille und Mitbewohner raus.

Wir wollen wandern gehen und der Mitbewohner braucht dazu passende Schuhe. Nach einigen Geschäften werden wir fündig und statten auch Basic noch einen kurzen Besuch ab. Dann geht es heimwärts. Gestern noch geschlossen, öffnet sich die Tulpe im Garten heute dem Licht.

Der Mitbewohner macht uns Burger mit Jackfruit zum Mittag, während ich für die Wanderverpflegung sorge.  Nach einer kurzen Mittagspause geht es ins Auto und mit guter Musik auf nach Brandenburg.

Bei herrlichstem Wetter folgen wir dem Molch und wandern durch Wald und Wiesen.

Der Kuckuck ruft, ein Falke kreist über unseren Köpfen, ein paar Vögel rufen die ganzen Zeit den Dreiklang hoch und runter, der Nadelwald wirkt ganz anders als der Buchenwald und das Essen schmeckt hier nochmal viel besser als zu Hause.

Schließlich geht es sehr erfüllt aber auch ziemlich K.O. zurück. Beim kurzen Zwischenstopp bei DM und Aldi holen wir uns noch, was wir fürs lange Wochenende brauchen und ab geht es nach Hause.

Hier wartet der Kater und genau wie bei ihm, passiert auch bei uns nicht mehr viel. Nach einem schnellen Salat geht es ins Bett mit Serie und Keks.

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Das war der Flog vom April und nun ist der Mai schon da!

Einen Moment gab es beim Schuhkauf, als ich wartend im Sportcheck saß: ich saß da, schaute mich um und auf einmal kroch von unten bis oben ein wohliges Gefühl durch meinen Körper – Mir geht es gut! Ich bin glücklich! – strömte es gedanklich durch mich und gleichzeitig war ich sehr dankbar für mein Leben, so wie es jetzt grad ist!!!!

 


2 Gedanken zu “Zwei Tage im April

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