Neulich im Schnapsladen

Als vor einiger Zeit eine Mail von Escape Berlin bei mir ins Postfach flatterte mit der Anfrage, ob ich auch dieses Jahr Lust auf ein Spiel bei ihnen habe, war die Antwort sofort klar und die Freude groß.

{WERBUNG – KOOPERATION}

Schnell war die Truppe vom letzten Jahr wieder zusammengetrommelt. Da eigentlich eine Minderjährige mit dabei war und zwei der Mitspieler eher zartbesaitet sind, fielen der Schnapsladen und Kidnapped weg. Im letzten Jahr spielten wir schon Sherlock und für den Knast hätten wir uns in zwei Teams aufteilen müssen, was wir nicht wollten. Da blieb nur Big Päng und das buchten wir dann auch.

Am Tag der Tage machten wir uns also wieder auf den Weg zur Landsberger Allee. Immer noch ist hier eine Brache, aber da man sie inzwischen direkt durchqueren kann und nicht außen herum muss, ist der Weg zum Escape Berlin viel einfacher zu finden!

Blick aus dem Fenster des Lounge-Bereichs

Die Minderjährige in der Runde war nun doch nicht mit dabei und als wir aus dem Fahrstuhl stiegen, sah ich A. direkt zu einem Mitarbeiter gehen und hörte sie sagen: „Wir wollen umbuchen und würden lieber in den Schnapsladen!“ 🙂

Demokratie und Teamarbeit sieht zwar anders aus, aber wir zogen mit!

Auch der Mitarbeiter ging sofort darauf ein und nach einer kurzen Nachfrage im Hinterzimmer war klar, dass wir das ohne weiteres machen können. Das Spiel war frei und selbst den Unkostenbeitrag für die Getränke mussten wir dank des Gutscheins nichts zahlen.

Überhaupt ist mir das auch dieses Mal wieder sehr positiv aufgefallen, wie nett und locker die Mitarbeiter hier sind.

Als wir unsere Sachen in den Schließfächern verstaut hatten und nochmal auf Toilette waren, warteten wir, wie beim letzten Mal in der „Lounge“. Diese wurde aber inzwischen umgestaltet. Ich fand es sehr angenehm dort: einladend und zur Vorfreude auf das Spiel anregend.

Kurze Zeit später kam unser Spielleiter und erklärte uns alles Wesentliche fürs Spiel. Heiterkeit und auch etwas Irritation kamen auf, als er sagte, dass wir nichts – keine Flaschen und auch nichts anderes (mit Ausnahme von Alkohol) – in irgendwelche Körperöffnungen einführen müssen, um das Spiel zu lösen. Später verstanden wir dann, was er meinte 🙂

Schließlich ging es los. Wie beim letzten Mal ergibt es wenig Sinn, darüber hier zu schreiben, denn dann wäre ja für euch der Spaß weg, wenn ihr es selbst spielen wolltet.

Aber in diesem Jahr kann ich einen Vergleich ziehen!

Wir hatten diesmal zu Beginn echt zu tun, den Anfang zu finden – zum Glück gibt es dafür den Spielleiter, der einem weiterhilft. Dafür fand ich es im Spielverlauf einfacher, die Aufgaben zu erkennen. Bei Sherlock war es genau anders herum.

Letztendlich fand ich den Schnapsladen einfacher als Sherlock Holmes. Ich denk, hier geht es auch eher um den Gaudi, der natürlich parallel zum Alkohol im Blut steigt. Sherlock war stimmungsvoller, was mir besser gefällt. Aber gelacht haben wir auch dieses Mal und das ist eigentlich das Schönste bei all dem: dieses Lachen ohne besonderen Grund, diese Freude an der Freude und am Spiel.

Sehr befriedigend war natürlich auch das Gefühl, das Rätsel innerhalb der Zeit gelöst zu haben. Die Zeit vergeht dabei aber echt immer wie im Fluge.

Die ein oder andere von uns war durchaus angeheitert, als wir das Spiel verließen und singend im Regen durch die Brache zurück zum S-Bahnhof gingen.

Ich hoffe nun, dass diese „Kooperation“ noch mindestens drei weitere Jahre andauert und ich die anderen Spiele auch noch testen darf 🙂


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