RIGA – Tag 1

Entspannt geht es am Samstag Morgen los. Unser Flug geht erst um kurz nach 10 und daher gibt es kein frühmorgendliches Gestresse. Mit der U-Bahn geht es bis nach Rudow und mit dem Bus zum Flughafen. Diesmal begleitet mich der rote Koffer. Wir fliegen zum ersten Mal mit Ryan Air und es ist ungewohnt nicht zum gewohnten Terminal zu gehen ;). Der Flug startet pünktlich. Der Sitzplatzes etwas enger als bei EasyJet, dafür darf man eine Tasche / Koffer und eine Handtasche oder ähnliches mitnehmen. Wir starten pünktlich und der Flug vergeht schnell. Der Anflug auf den Rigaer Flughafen gestaltet sich sehr wackelig und ich habe Bauchkribbeln noch und nöcher. 12:30Uhr Ortszeit landen wir nach anderthalb Stunden Flug (In Riga ist es immer eine Stunde später als bei uns!) Der Flughafen in Riga wirkt direkt idyllisch. Nachdem uns klar wurde, dass Bus fahren hier anscheinend etwas mehr Wissen und Übung braucht, entschließen wir uns für ein Taxi. Unser Vermieter hatte uns das Panda – Taxiunternehmen empfohlen, aber leider steht hier gerade keins. Ein Baltic Taxi fährt uns dann für 10€ zu unserem Airbnb Arpartment. Dieses liegt ein ganzes Stück von der Altstadt entfernt auf der anderen Flussseite. Von außen sieht das Haus wie ein Sozialbau aus, von innen auch 😉 ! Als wir uns durch sämtliche Türcodes hindurch gearbeitet haben, betreten wir unser Black & White Apartment. Durch die Schlichtheit der Farben und die verbauten Paletten wirkt es hip und cool. Ansonsten ist die Wohnung aber ziemlich abgerückt und auch nicht wirklich sauber. Naja, wir haken es unter First World Gejammer ab und packen aus.

Nach kurzem Ankommen machten wir uns auf den Weg. Nach dem Sitzen im Flugzeug war uns nach Laufen und daher ging es zu Fuß in Richtung Altstadt. Ursprünglich wollten wir nur einen Teil laufen und später dann mit dem Bus weiter fahren. Letztendlich liefen wir dann die gesamten 4,5 km. Schon kurz nach der Ankunft merkten wir, was sich jetzt bestätigte: Riga ist dem Meer nahe. Das bedeutet: weiter Himmel, immer eine leichte Brise und andauerndes Möwengeschrei. Es war sehr schön sich auf diese Art der Stadt zu nähern. Außerdem entdeckten wir dadurch als erstes den Zentralmarkt – und der war eine Offenbarung. Schon allein dafür lohnt sich die Reise nach Riga. Der Markt besteht aus mehreren wirklich großen Hallen. Die erste haben wir nach ein paar Schritten wieder verlassen, denn es war die Fischhalle. Die Fleischhalle haben wir gar nicht betreten. Aber die Gemüsehalle und die mit dem Brot und dem süßen Zeug haben voll mein Herz und meinen Magen erobert. Ich empfehle daher für Riga eine Unterkunft nahe am Zentralmarkt. Hier hat es sich dann auch entschieden, dass ich den Urlaub vegetarisch aber nicht vegan verbringen werde. Oder besser gesagt, dass es eine Ausnahme vom vegan sein geben wird: diese quarkbällchenähnlichen Dinger mit dem süßen Namen zuckerugu oder so!!!! Die alten Verkäuferinnen waren sehr kurios. Irgendwie verstanden und sprachen sie kein Wort englisch, aber auch so sprachen sie nicht mit uns, sondern taten nur. Sie habenuns wortlos Probierhaspe und schaufelten wortlos soviel Kohl in die Tüte, wie SIE meinten, dass wir kaufen sollten 😉 ! Dann hielten sie mir den Taschenrechner vors Gesicht, der einen unverschämt niedrigen Preis anzeigte. Die etwas jüngere Erdbeerverkäuferin konnte dagegen Englisch und es ging schnell von statten ein halbes Kilo Erdbeeren für 1€ zu kaufen. Meine ersten in diesem Jahr und soooooo lecker!

Derart gesättigt ging es weiter Richtung Altstadt. Wir durchquerten sie einmal in ihrem eher oberen Teil, kreuzten den Domplatz und endeten am Turm des Schlosses. Ich habe außer ein paar Hauseindrücken nicht viel gesehen von der Altstadt an diesem Tag, da sie mir viel zu voll und touristisch und quirlig war.

An der schönen weißen Kirche und dem Schlossturm war es dann schön ruhig und wir verweilten kurz. Wir gingen dann zum Fluss und sahen uns die Statue vom Großen Christopherus an. Aber nur kurz, denn ich sah ein Pandataxi unweit stehen. Schnell hinein und schon ging es nach Hause. Für 4€ brachte es uns zur Wohnung.

Dort gingen wir dann in den Supermarkt, der praktischer Weise gleich ums Eck liegt. Er erinnerte mich doch sehr an den Konsum aus meiner Jugend. Als Veganerin durch so einen Markt zu gehen, ist äußert unbefriedigend. Aber wir kauften Nudeln und Tomatensoße, dass geht immer. Und Schokolade (vegan) von Laima, die (Marke) mir empfohlen wurde. In der Wohnung ließen wir uns dann den Einkauf vom Zentralmarkt schmecken. So einfach und so lecker!!!!! Ach und hier gab es die zweite Ausnahme in Bezug aufs vegan sein: eine Art Quark, den wir auf gut Glück gekauft hatten, bzw. bei dem wir uns nicht getraut hatten, keinen zu kaufen, nachdem die Verkäuferin uns von allem hat kosten lassen und dann begann, diesen einzupacken. Die Schokolade schmeckte dagegen echt eklig 😉 ! Naja, besser für die Figur! Nach diesem langen Tag, schliefen wir rasch ein.

 

 

 

Tipps für Riga zum Taxi fahren:

  1. Die genaue Adresse auf einem Zettel dabei haben und dem Fahrer unter die Nase halten, denn das mit der richtigen Aussprache kann ganz schön schwer sein auf lettisch und der richtige Strassen name mit der richtigen Hausnummer führen noch lange nicht zum Ziel, wenn die Wohnungsnummer nicht stimmt oder die Postleitzahl etc..
  2. Immer vorher nach dem etwaigen preis der Fahrt fragen. Manche reagieren etwas pampig, aber es ist die sichere Variante, dass entweder dieser Preis dann gilt oder das Taximeter angemacht wird.

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