Zwei Tage im Juni

Diesmal ein Mittwoch und ein Donnerstag.

TAG 1

Der Wecker klingelt 6:30 Uhr. Zu aller erst bekommt der Kater sein Frühstück, dann mache ich ne Runde Sport. Die Beine insbesondere der obere Teil derselben sind heute dran. Dieses Video hätte ich früher gar nicht mitmachen können und auch jetzt bin ich ziemlich k.o.. Danach geht es unter die Dusche. Immer noch benutze ich dafür das Waschzeug, das ich zu Weihnachten von einer Kollegin bekam. (Warum das so lange hält, erfahrt ihr hier.) Auf Roggenmehlshampoo habe ich grad keine Lust, also das Shampoo vom Mitbewohner benutzen 😉 ! Zahnpasta und Lippenbalsam sind die gleichen wie letzten Monat bzw. die letzten Monate. Beide sind aber fast leer und die Zahnpasta werde ich nachkaufen. Das andere Zeug ist komplett leer, bzw. Handcreme benutze ich grad nicht. Dafür kommen Pflegeprodukte zum Einsatz, die mir eine Freundin schenkte, da sie selbst jene nicht benutzt, aber irgendwie hatte. Ich verbrauche gerade noch die Menge, die wir in Riga mit hatten, aber eigentlich sehen die Verpackungen aus, wie unten gezeigt. Heute benutze ich auch mal den Deoroller, da mir einiges bevorsteht und ich bestimmt schwitzen werde. Auch die Nägel werden gefeilt. Achtung Outing: Ich schaffe es ja meist nicht, den richtigen Moment zum Feilen bzw. Schneiden zu erwischen. Dann stören mich die „langen“ Nägel irgendwann tierisch und ich knabbere sie einfach ab. Ich weiß, viele Menschen finden das unerträglich eklig. Ich find es interessantlustig, dass Nägelknabbern bei manchen so viele Emotionen weckt. Zumal die Menschen ganz, ganz früher wahrscheinlich genau so Nagelpflege betrieben haben. Die kleinen Kinder knabbern ja sogar ganz unbekümmert an ihren Fußnägeln 😉 ! Ich habe es nun schon in jahrzehnte langer Übung zur Perfektion gebracht, die Nägel genau auf die Länge zu kürzen, die ich möchte. Aber Nachschleifen ist dennoch wichtig, wegen der nervigen Kanten und weils schöner aussieht. Wie steht ihr zum Knabbern? Nun ja, die Körperpflege endet mit dem Anziehen von bequemen, sportlichen Sachen.

Der Ort des Geschehens wechselt in die Küche. Gestern hatte ich mir Essen für heute Mittag vorgekocht. Um es richtig zu zeigen, richte ich das Essen für ein Foto so an, dass man erkennen kann, was es ist. Denn in Wirklichkeit werde ich es heute aus der Brotbox zu mir nehmen. Es gibt Gemüse (Brokkoli, Aubergine und Stangensellerie) mit Kartoffeln, Sojaquark und Falafelbällchen. Dann schmiere ich mir noch ein Brot und mache mir Frühstück. Der Blick auf die Uhr zeigt aber, dass ich mich vertüddelt habe und das Müsli wandert auch in eine Tupperware. Schnell den Rucksack fertig packen, Jacke und Schuhe an und 7:50 Uhr verlasse ich das Haus.

Die Sonne scheint zum Fenster rein und ich bin voll Vorfreude auf den kommenden Tag. Der Weg zur U-Bahn ist schnell geschafft und die Fahrt verfliegt wie im Flug. Während ich mein Müsli versuche ästhetisch und geräuschlos in der Bahn zu essen, lese ich mir die für mich neuesten Blogbeiträge durch. Ich habe sie dabei nicht fotografiert, aber es waren diese:

Mit lauter Themen im Kopf steige ich aus, freue mich an der Sonne und komme 8:30 Uhr auf Arbeit an. Dort schnacke ich mit Kollegen und packe dann die noch fehlenden Sachen in den Rucksack. Die ganze Woche über geht es nämlich mit den Kindern den Tag über in den Wald! Juchhu!

Auf geht es also 20 nach 9. Wieder zur U-Bahn und den gleichen Weg zurück, nur weiter und dann in den Wald hinein. Vorbei an Pferden und zu unserem Platz mit den Hütten. Die hatten wir schon vorgefunden und nur noch etwas nachgebessert. Der Tag vergeht mit Bauen, Essen, Schnitzen, Schleifen und Bohren. Bevor wir wieder gehen, suche ich mir noch ein Plätzchen zum Erleichtern. Dann heißt es „Ade ihr Hütten, bis morgen“ und 14 Uhr geht es los zurück in die Kita.

 

In der Kita angekommen, habe ich Feedback-Gespräch mit der Chefin zu meinem Jahresthema. Das läuft gut. Gegen die beginnenden Kopfschmerzen trinke ich einen Kaffee. Das hilft. Der Rucksack wird wieder ausgepackt und alles für morgen zurecht gelegt. Dann noch aufräumen, Kinder dem Spätdienst übergehen und losgehen. Wie immer lacht mich auf dem Weg nach draussen diese Bild an. Das bin nämlich ich! In den Augen eines sechsjährigen Mädchens meiner Gruppe. Es ist kurz vor 5 und ich habe Feierabend! Yeah! Auf dem Weg in der Bahn lese ich noch einen Blogartikel und beobachte ansonsten unauffällig meine Mitfahrer.

Heute gehe ich mal beim hinteren Ausgang raus, da ich noch kurz bei Rewe vorbeigehen will. Einkauf erledigt und ab nach Hause. Hier wartet schon der Mitbewohner, um mir von seinem Tag zu berichten. Das nimmt einiges an Zeit in Anspruch, aber ich mag diesen Augenblick am Tag des sich gegenseitig Erzählens. Irgendwann räume ich nebenbei Einkauf und Geschirrspüler aus und bereite das Kochen vor. Das Gemüse muss weg, sonst muss es in die Tonne. Also gibt es Gemüseauflauf. Für morgen bereite ich einen Kartoffelsalat vor, während der Auflauf im Ofen ist. Die Kartoffeln kommen dann noch ans Fenster zum Auskühlen und ich räume die Küche auf. Bevor ich den fertigen Auflauf esse, schmeisse ich noch kurz ne Waschmaschine an. Dabei ignoriere ich, wie auch schon die letzen Tage über, gekonnt das Chaos im Bad.

Nach knapp 12 Stunden ziehe ich meine Schuhe wieder aus. Manchmal kann ich das nicht gleich nach dem Ankommen, da ich sonst sofort in Schlaf/Bettmodus verfallen würde. Aber fürs Abendbrot geht das dann. Nebenbei schaue ich, sehr gesund 😉 , YouTube Videos. Und zwar schaue ich Mirella beim Ukulele lernen zu und schaue, was man alles in Japan so shoppen kann.

Schließlich wechsle ich an den großen PC, checke Mails und WordPress. Dann suche ich noch mal die Seite für die Petition raus, die ich gestern unterschrieben habe und erstelle dafür einen Beitrag. Auch den Beitrag für morgen und den ersten Teil vom Flog schreibe ich. Fleißig, fleißig! Zwischendurch dann die Wäsche aufhängen. Schokolade aus Riga als Stärkung. Und dann: der erste Mückenstich des Jahres! Zum Glück ist es einer von diesen, die erst fies und heftig jucken und anschwellen und dann aber gleich wieder unbemerkt abklingen.

Es warten nun noch die Kartoffeln in der Küche darauf in die Schüssel zu wandern. Im Bett schaue ich dann eine Folge Designated Survivor. Ich werde dazu mal was bloggen, wobei ich gar nicht weiß, wie ich soviel Nonsens beschreiben soll und noch weniger, wie ich erklären soll, warum ich es dennoch schaue! Kurz vor Mitternacht ist Schlafenszeit.

 

TAG 2

Wieder klingelt der Wecker 6:30Uhr, wieder füttere ich zuerst den Kater (der mich schon an der Tür des Schlafzimmers erwartete) und mache dann Sport. Diesmal ist aber der Bauch und Rumpfbereich gefragt. Wie schon gestern weicht mir Cloony der Kater nicht von der Seite. Er ist treuer als ein Hund und immer da, wo ich bin. Nach dem Sport kommt die Badzeit. Da ich vorhabe heute meine Beine im See zu sehen, rasiere ich sie. Ansonsten the same as usually. Ach, nicht ganz. Ich hab am Knie irgendeine blöde wunde Stelle und  nutze mein Allheilmittel für Wunden jeder Art: die Rosatum Heilsalbe von Wala! Vom wunden Babypopo bis zu entzündeten Schnittwunden oder Nägeln = alles heile!

Nun noch anziehen und auch hier leistet mir der Kater Gesellschaft bei. Weiter geht es in der Küche. Viel Wasser trinken! Der Kartoffelsalat schmeckt durchgezogen richtig lecker… alles fürs Mittag richten und den Rucksack packen. Cloony mit dabei. Bevor ich Frühstücke spielen wir noch zusammen…oh he’s so cute! So süß, dass ich fast zu spät losgehe!

Aber schließlich kann ich mich losreißen und es geht los in den Tag. Auf der Arbeit dann den Rucksack wieder befallen und auf in den Wald! Ach so könnte Arbeit immer aussehen!!!

Im Wald dann wieder zuerst die Pferde anschauen und zu unserem Lagerplatz. Ist das schön hier! Da schmeckt es gleich noch mal so gut! Nach der Stärkung geht es dann mit einigen Kindern auf Abenteuertour. Quer durch den Wald, geheime Wege entlang, durch Unterholz … Dabei entdecken wir eine Baumwurzelhöhle. Ich meine, dass da vielleicht Füchse drin wohnen, aber die Kinder tippen eher auf Babybären. Leider sehe wir keine Wildschweine, aber riechen können wir sie an einer Stelle. Und nun ist es endlich auch so weit! Schuhe aus und Füsse ins Wasser…. ach ach!

Gegen zwei geht es zurück und in der Kita ist Rucksack auspacken und aufräumen angesagt. Dann wieder Kinder übergeben und ab zum Feierabend. Dieser wird mit einem Mr. Tom Riegel eingeläutet.

Zuhause erwartet mich gleich der Kater, aber ich strebe zur Wasserflasche. Dann gibt es aber Streicheleinheiten für ihn und für mich kurzes Ausruhen auf dem Bett mit DIY Video. Verlasse ich den Raum, geht auch der Kater 😉 ! Ich zieh mir schnell was kühleres an und gehe dann mit Kater in die Küche. Heute gibt es gefüllte Paprika und ich mache mich ans Werk. Während das Ganze dann im Ofen schmort, kommt der Mitbewohner nach Hause. Von einem event bringt er eine goody bag. Es handelt sich hierbei um Informationen und Produkte aus Seaweed. Spannend hört sich das an und schön aussehen tun sie auch, wie ich finde. Mal schauen, wie es so schmeckt. Aber davon berichte ich dann später. Nachdem der Mitbewohner die letzten und anscheinend sehr spannenden Seiten seines Buches zu Ende gelesen hat, lassen wir uns die Paprika schmecken. Währenddessen erzählen wir uns von unseren jeweiligen Erlebnissen des Tages.

Dann geht es an den großen PC. Wer ist mit dabei? Genau! Mr. Cloony. Telefon klingelt … das tut es sehr selten. Meine Mama ist dran und wir besprechen die Einzelheiten fürs Flohmarkten am Sonntag! Nach diesem netten Plausch muss ich aber noch ein bißchen arbeiten, da ich für den heutigen tag den Bericht für die Eltern verfasse. Nebenbei ärger ich mich mit Elster rum. Danach noch den Blogbeitrag über die Aufstriche schreiben und schnell und todmüde ins Bett. Ich schaue die letzte Folge von Designated Survivor und stelle mit Erschrecken fest, dass anscheinend ein zweite Staffel geplant ist. Um 23Uhr ist Licht aus und der Tag vorbei!

 

 

Ps: Eigentlich sollte heute das Tages Mahl kommen, aber da ich mich hauptsächlich aus Plastik ernährte, verschieb ich das mal lieber 😉 !


3 Gedanken zu “Zwei Tage im Juni

  1. Input and Output all day long! Wow, sind deine Tage aber voll. Ich arbeite oder ich mache etwas für mich (selten), aber mischen tue ich fast nie 😉 Morgens aufstehen und den Kater füttern könnte glatt der Satz eines Alkoholikers sein 😀 Aber Clooney ist ja ein Süßer und bestimmt seeeehr lieb 🙂

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