Strandtage in Kroatien

Tag 2, Tag 3, Tag 6, Tag 8, Tag 11,  Tag 13 und Tag 14 waren Strandtage. Also eine ganze Woche habe ich während des Urlaubs liegend, schwimmend, schnorchelnd, sonnend und faulenzend verbracht. Es war herrlich! Zur Ausführung dieses himmlischen Lebens haben wir verschiedene Strände aufgesucht. Davon sei hier die Rede.

Strandtage liefen in der Regel immer nach gleichem Muster ab:

  • früh aufstehen (am Anfang des Urlaubs war das noch kurz nach acht, gegen Ende hin dann 7 Uhr)
  • Strandtaschen packen (Handtuch, Taucherbrille, Schuhe, Badesachen, Strandtuch, Buch, Karten, iPad, Kopfhörer, Wasser, Brote)
  • Brote schmieren, Müsli frühstücken, manchmal auch beim Bäcker vor der Tür was holen.
  • Nochmal schnell Wasser kaufen.
  • In den Bus steigen.
  • Sich einen guten (eher allein und mit Schatten, guten Einstiegs- und vor allem Ausstiegsmöglichkeiten ins / aus dem Wasser und eventuell auch was zum Springen) Platz suchen
  • Mehrere Stunden mit oben aufgeführten Tätigkeiten verbringen.
  • Wieder zurück in die Wohnung
  • Der Reihe nach das Salzwasser abduschen, Badesachen aufhängen
  • Siesta bis etwa 16 Uhr
  • Kartenspielen
  • nochmal rausgehen und entweder dort etwas essen oder
  • zu Hause Abendbrot kochen und essen
  • einen Film sehen
  • gegen 21 Uhr ins Bett.

 

Tag 2: Strand in Verudela

Unsere Haltestelle war der Giardini, ein zentral gelegener Platz direkt beim berühmten Triumpfbogen. Hier fährt nach Verudela die Linie 2a. Sehr schön dargestellt ist es auf der Webseite der Busfirma Pulapromet und zwar hier. Nach 15 min. ist man da. Der Bus fährt jeden Tag alle 20 min.. Verudela liegt in Zone 1, daher kostet das Ticket pro Person mit Buskarte zum Aufladen HRK 7 und ohne HRK 11, das ist irgendwas zwischen 1€ und 1,50€.

An diesem Tag ging es gleich zum offiziellen Strand runter, der aus Kieselsteinen besteht und dann nach links auf einen der Felsen. Wir waren noch unzureichend ausgestattet. Zwar hatten wir gelesen, dass es gut wäre sich Schuhe zum Baden zu holen, aber geglaubt haben wir es nicht wirklich. Nun ja, wir wurden eines Besseren belehrt, als wir stolpernd, fluchend und jaulend versuchten barfuß über die Steine zu laufen. Auch das mit der Taucherbrille habe wir aufgrund des nur kleinen Gepäcks nicht so ernst genommen. Tauchen wir halt so. Nach dem ersten Tauchgang mit offenen Augen brauchte ich ne ganze Weile, um wieder klar zu kommen und etwas zu sehen. Also so salzig ist die Nordsee nicht. Daher blieb es eher beim Planschen und sich freuen, wie schön das Wasser trägt. Ich finde ja Felsenstrand viel schöner als Sandstrand und genoß es, auf den warmen Steinen zu liegen und ins ach so klare Wasser zu schauen.

 

Tag 3: Strand in Stoja

Dies ist der andere noch in Pula gelegene Strand. Vom Giardini fährt der Bus mit Nummer 1 in 10 min. hin. Auch dieser Bus fährt alle 20 min. jeden Tag. Stoja liegt in Zone eins.

Dort ausgestiegen ging es, den Strand links liegen lassend um ein zwei Biegungen immer am Meer entlang in etwa 15 min. bis zum Felsenstrand. Hier gefiel es uns sehr, sehr gut! Wir waren früh da und hatten unseren Felsen im Wasser ganz für uns. Später, als die Sonne bedrohlich näher kroch und andere Badende laut Musik hörten, zogen wir nochmal um und hatten ein ideales Plätzchen unter Nadelbäumen. Es gab mehrere kleine und große Höhlen, die man erkunden konnte. Die Mitbewohnerinnen sind wie die Äffchen oder Zicklein im Felsen herumgeklettert und hatten sehr viel Spass. Da wir uns am Vortag noch mit Schuhen und Taucherbrillen eingedeckt hatten, ging das prima und ohne Schmerzen. Ausserdem kam für mich die große Offenbarung. Ich war das erste mal Schnorcheln und mein Gefühl läßt sich durchaus mit dem ersten mal Fliegen vergleichen: Es gibt eine ganze Welt, die ich bisher noch nie in echt gesehen hatte. Fische, die ich nur aus dem Aquarium her kannte, Seeigel, merkwürdige Tiere und alle so schön. Es war, als würde ich darüber fliegen.

Tag 6: Stoja

Am Tag 6 gingen wir daher wieder nach Stoja, nur leider hatten inzwischen die Quallen, die der Sturm getötet und Richtung Land getrieben hatte, die Bucht fest im Griff. Ich weiß, die machen nichts, sie sind ja tot, aber halt eklig ;). Zudem kamen mehr Menschen und rückten uns immer näher auf den Leib. Daher blieben wir nur kurz.

 

 

Tag 8: Medulin

Medulin liegt in Zone zwei und der Bus mit Nr. 25a fährt dorthin. Da wir nicht genau erkennen konnten, an welchen Stationen der Bus in Pula noch hält, stiegen wir am Busbahnhof ein und fuhren 40 min. bis zum Badeort Medulin. Das Ticket kostet mit der PulaPromet-Karte HRK 11 und ohne HRK 15.

Medulin liegt an der Südspitze Istriens und ist sehr vom Tourismus geprägt. So mussten wir auch eine Weile laufen, um Buden und Hüpfburgen zu entkommen. Aber dann fanden wir ein schönes Plätzchen. Das Tolle beim Schnorcheln ist ja auch, dass es nie gleich aussieht. Veränderst du deinen Badeort, bietet sich gleich eine ganz andere Welt.

An diesem Strand konnte man herrlich Krebse beobachten. Ganze acht Stück zählte ich in einem flachen Becken. Zudem haben die Mitbewohnerinnen und ich Staudämme und Becken gebaut. Sehr erholsam!

 

Tag 11: Štinjan

Die Buslinien 5 bzw. 5a fahren in 15..min vom Giardini Richtung Norden nach Štinjan. Der Ort gehört quasi noch zu Pula und liegt in Zone 1. Hier gehen eher die Einheimischen baden.

Wir waren sehr früh unterwegs und wollten daher noch etwas laufen, bevor wir ins Meer springen. Daraus wurde eine richtige Abenteuertour. Wir liefen erst am Strand entlang, dann kletterten wir an Felsenwänden weiter und schließlich, als es nicht mehr weiterging und wir auch keine Lust zur Umkehr hatten, nahmen wir unsere Rucksäcke auf den Kopf und wateten durch das brusthohe Wasser. Dann ging es, klitschnass, weiter. Bis wir an einer Hängebrücke standen (ich berichtete). Einzeln ging es herüber, ich hatte Hochachtung vor den Mitbewohnerinnen und wahnsinnigen Schiss. Stolz ging es auf der anderen Seite weiter über eine klapprige Brücke, bis wir sahen, dass weiter vorne eine Baustelle ist. Außer mir gingen alle ins Wasser, durch die vielen Quallen und die Baustelle war das aber nicht so schön. Daher ging es wieder zurück, diesmal aber oben herum. Plötzlich standen wir auf einem Festivalgelände und irrten zwischen Arbeitern, die alles aufbauten herum. Schließlich fanden wir den Weg zur Hängebrücke zurück und zum Glück auch einen Weg um diese herum. Dann entschloss sich der Mitbewohner schnurstracks einem kleinen, kleinen, Pfad in den Wald zu folgen. Wir krochen also durch Unterholz und etliche Dornen zerkratzten uns. Mir lief bald das Blut am Bein herunter. Wie gemütlich war doch dann der Trampelpfad, der folgte. Schließlich kamen wir wieder am Strand an, an welchem auch der Bus uns brachte. Hier gingen wir dann alle nochmal ins Wasser. Da der Strand künstlich angelegt wurde, gab es nicht gar so viel unter Wasser zu entdecken. Dafür gab es keine Quallen. Dann fing es an zu regnen und wir machten uns auf zur Bushaltestelle. Während wir doch eine ganze Weile auf den Bus warteten, erkundeten wir die Umgebung, vollführten Stockkämpfe und aßen eklig schmeckende Brombeeren.

 

Tag 13: nochmal Stoja, aber die andere Seite

Da uns Stoja von der Erreichbarkeit, der Lage und vom Wasser her am Besten gefiel, ging es nochmal dorthin. Kurzentschlossen gingen wir dann aber in die andere Richtung und ließen den offiziellen kleinen Strand rechts von uns liegen. Es ging durch ein Tor und wir fanden uns in skurriler Kulisse wieder. Ein ehemaliges Schwimmbad schien es gewesen zu sein. Die Kabinen wurden noch genutzt von Anwohnern, die hier praktischerweise ihre Bade- und Strandutensilien verstauten. Der Sprungturm ragte nur noch halb ins Wasser und manche Wege endeten im Nichts. Da hier überall ein Teppich von Quallen das Wasser bedeckte, gingen wir weiter. Unterhalb einer Bungalow-Feriensiedlung entdeckten wir einen tollen Platz im Schatten und mit sehr wenig Quallen. Beim Erkunden der Gegend entdeckten wir dann, dass die Felsen, alle vom Wasser bearbeitet, Höhlen, Buchten und wunderschöne Gebilde formten. Direkt an der Badestelle lief ein Graben im Meeresgrund in eine Höhle und es war toll die Meeresbewohner zu beobachten. Am Rand schwabbte das Wasser flach über die Felsen und ganze Fischschwärme grasten hier in den Algen/Moos/whatever. Es war toll, so nahe an den Fischen zu sein. Ewig hätte ich hier Schnorcheln können. Die mehr werdenden Quallen und Mitmenschen und die Sonne vertrieben uns dann aber irgendwann.

 

Tag 14: nochmal Verudela andere Seite

Da wo es begann, sollte es auch enden. Am letzten Tag fuhren wir erneut nach Verudela. Auch hier war alles voller Quallen, so dass wir zu Beginn nur kurz am offiziellen Strand baden gingen. Da aber der Strand nicht wirklich sauber war und es auch komisch roch (ganz abgesehen davon, dass der Mitbewohner nach Sichtung einer Ratte nicht länger verweilen wollte), gingen wir diesmal nicht links herum, sondern rechts herum am Meer entlang. Wir liefen am Hotel samt Hotelanlage vorbei und kamen an einen Aussichtspunkt über dem Meer, der alle Instagramer jubeln lassen würde. Weiter ging es an einer Schlucht entlang und dann zur großen Überraschung an einen kleinen Streifen Kieselstrand mit enormen Wellen. Ob diese nur an diesem Tag oder immer hier zu finden sind, weiß ich nicht. Wir stürzten uns jedenfalls freudenkreischend hinein. Die Wellen hatten etwa so Syltniveau. Als der Strand dann gegen Mittag ziemlich voll wurde, verschwanden wir wieder und liefen durch das Feriendorf und am Aquarium vorbei zum Bus.

 

Meine Top 3 Badeorte waren:

1. Stoja Strand zu Beginn

Bildschirmfoto 2017-09-10 um 15.11.34.png

2. Stoja Strand später

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3. Wellen – Strand in Verudela, sofern da immer Wellen sind 😉

Bildschirmfoto 2017-09-10 um 15.18.47.png

 

UNBEDINGT ZUM BADEN MITBRINGEN:

  • Badeschuhe

D1000010023836.jpeg (von Sportcheck)

Gibt es aber in jedem zweiten Laden in Pula und an den Stränden für knapp 10€.

  • Taucherbrille mit oder ohne Schnorchel

 

Ich werde im kommenden Winter sicher noch oft an diese Sommertage zurück denken. Und wenn es mal sehr stressig wird in einer Teamsitzung oder so, dann denke ich an die Unterwasserwelten und werde ganz ruhig und komme zu mir!


6 Gedanken zu “Strandtage in Kroatien

      1. Da bin ich ja gespannt drauf! 🙂
        Wir fliegen nach Zadar und machen eine kleine Rundreise mit dem Mietwagen. Wir haben uns den Nationalpark Plitvicer Seen und Krka vorgenommen. Es gibt ja so viele schöne Flecken dort, dadurch ist es total schwer sich zu entscheiden. Wir sind für 7 Tage dort.

        Gefällt 1 Person

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