Zwei Tage im Juni

Oder besser gesagt, der tausendste Versuch mal dran zu denken, von meinem Tag Fotos zu machen 🙂

TAG 1 – FREITAG

Der letzte Arbeitstag steht vor der Tür. Sechs Uhr klingelt der Wecker.

Als erstes natürlich der Gang ins Bad und die Fütterung des Raubtieres.

Anschließend die eigene Säuberung. Ich brauche gerade die Zahnpasta auf und das Lavendelöl, welches ich im November begann zu benutzen, neigt sich nun dem Ende zu. Das Deo war ein Fehlkauf für die jüngste Mitbewohnerin und wird nun von mir aufgebraucht und zur Zeit führe ich meinem Körper Vitamin B in Kapselform zu.

Nach dem Anziehen ging es dann auch ziemlich bald los.

Ein letztes Mal für zwei Wochen den Arbeitsweg fahren. Ein letztes Mal Berlin aushalten. Wobei es sich bei diesem Sonnenschein am Morgen von einer sehr freundlichen Seite zeigt.

Auf Arbeit geht es dann ungewohnter Weise gleich zum Kaffeeautomaten. Eigentlich führe ich mir erst in der Mittagspause Kaffee zu, aber die letzten Tage waren so stressig, dass ich schon gleich morgens die Aufputschung brauche.

Und durch den Stress war es das dann auch mit dem Fotografieren.

Es folgten viele organisatorische Sachen, Vorbereitungen fürs Sommerfest am Nachmittag und dann eben dieses mit viel Halligalli, Hüpfburg und einigen netten Gesprächen und einer Verabschiedung, die mir kurz das Herz bluten ließ. Um sechs Uhr verließ ich die Kita und machte mich auf den Weg heim.

Hier stand das Abendbrot auf dem Tisch und dann trafen wir letzte Reisevorbereitungen. Zehn Uhr war dann Schluss und das Licht aus.

TAG 2 – SAMSTAG

Halb sechs klingelte der Wecker, zwanzig Minuten später ging es los!

Immer gen Norden ging es Richtung Flensburg. Beim Rasthof Stolpe gab es einen Toilettenstop und ansonsten fuhren wir durch. Zwischendurch kamen wir in einen sintflutartigen flutartigen Regen, der uns völlig die Sicht nahm und uns über die Straße kriechen ließ. Zudem verschaffte sich das Wasser, das gefühlt von allen Seiten auf uns einprasselte, Zugang zum Auto auf der Beifahrerseite im Fussbereich, so dass ich eine Zeit lang mit dem Kaffeebecher als Auffangmittel dort herumlungerte und das Wasser auffing.

Die Fahrt über die Brücke, die über den Nord-Ostsee-Kanal führt, verschlief ich dann.

Schließlich kamen wir in Flensburg an und machten bei Familie halt für die Mittagspause.

Gegen zwei ging es dann weiter gen Norden und in null Komma nix waren wir in Dänemark. Hier gibt es neuerdings wieder aktive Grenzposten.

Jetzt war es noch etwas mehr als eine Stunde gemütliche Fahrt, erst über Festland, dann über den Damm auf die Insel. Rømø! Urlaub!

Nachdem wir unseren Schlüssel fürs Ferienhaus abgeholt hatten, kurvten wir durch einige Wege und fanden unser Zuhause für die kommende Woche.

Ich liebe die Stimmung dänischer Ferienhäuser. Unseres liegt ziemlich ungestört und ist erstaunlich groß mit einem tollen Garten und Blick auf die Heide.

Wir luden nur schnell das Auto aus, verteilten Zimmer und liefen dann los Richtung Nordsee. Die kurze Überlegung ob der sanften und vereinzelten Regentropfen unsere Regenjacken mitzunehmen, verwarfen wir leider.

Es war so herrlich diesen Weg ans Meer zu gehen. Soviel Weite, schöner Wind und keinerlei Dinge, die in der Stadt ständig auf einen einprasseln. Ich war glücklich!!!!

Schließlich erklommen wir die Dünen und sahen das Meer. Und endlich waren dann die Füße auch im Meer.

Auf dem Rückweg wurde der leichter Regen immer doller und bald waren wir komplett durchnässt.

Um so schöner war es, ins Ferienhaus zu kommen. Ich machte Feuer an, wir trockneten die Sachen und aßen beim Feuerschein Abendbrot. Sowieso: gebt mir ein Feuer und mir geht es gut!

Nach dem Essen spielten wir Karten, puzzelten und lasen. Nach einer Folge Jessica Jones schlief ich gegen zehn Uhr schon ein.

Der Regen fiel noch immer, aber der Wetterbericht versprach für den kommenden Tag Sonne!


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