Zwei Tage im Dezember

Noch voller Eindrücke aus Israel geht mein Leben in Berlin in vollem Galopp weiter. Aber diesmal empfinde ich es nicht wie so oft in der Weihnachtszeit als stressigen Ritt auf einem viel zu wildem und zu schnellem Pferd, sondern als lebendigen, lebensfrohen und auch stolzen Galopp, bei dem meine Bewegungen und die des Pferdes in Einklang sind.

Auf meine Geburtstagsfeier am Freitag nach meinem Rückflug folgte ein intensives Wochenende, das ich hier mit euch teile und es gleichzeitig für mich auf eine Art konserviere, damit ich in schlechten Zeiten darauf Zugriff habe.

Tag 1 Samstag

Natürlich beginnt bei mir ein Morgen im Dezember mit dem Öffnen des Adventskalenders. Ich habe mir und der Mitbewohnerin einen von Vegan Box geschenkt und jeden Tag ist eine Kleinigkeit für die Küche oder direkt für den Mund darin und dazu noch ein Spruch.

Da ich gestern erst halb drei im Bett lag und um drei einschlief, ist es beim Aufwachen auch schon halb zwölf. Bis zwei Uhr lümmeln der Kater und ich im Bett herum.

Dann gewinnt bei mir der Hunger und ich öffne meinen zur Ausnahme mal richtig gut gefüllten Kühlschrank. Es ist so viel übrig geblieben von der gestrigen Feier, dass ich die nächsten Wochen keinen Hunger zu erleiden brauche! Und was tu ich mit der von mir gefüllten Schale? Natürlich! Zurück ins Bett.

Dann schaff ich es endlich aufzustehen und räume die Reste der Feier auf.

Und vor allem, sortiere ich meine Geschenke in meinen Alltag ein, was mir sehr viel Freude bereitet.

Dann geht es los. Erst U-Bahn, dann in die S-Bahn wechseln. Und auch wenn mich das graue Winterberlin meistens nicht auf seiner Seite hat, liebe ich diese kleinen Augenblicke, wenn die Stadt auf einmal glüht.

In der S-Bahn schreib ich weiter am letzten Blogbeitrag über meine Israelreise. Das stellt sich grad am entspanntesten und zugleich produktivsten heraus, wenn ich die Beiträge im Nahverkehr schreibe und ihnen dann zu Hause den letzten Schliff gebe.

Am Ostkreuz steige ich aus und muss mich beeilen, weil ich knapp dran bin. Ich treffe mich mit S., die ich auf der Reha kennengelernt habe. Sie hat mich gleich zu Beginn quasi unter ihre Fittiche genommen und so sicherlich dazu beigetragen, dass die Kur so schön wurde, wie sie dann war.

Wir treffen uns nun zum zweiten Mal zum Kaffee, heute, weil sie es gestern leider nicht zur Feier geschafft hatte. SIe schenkt mir leckeres Olivenöl, welches sie aus Griechenland mitgebracht hat.

Mit Kuchen und Kaffee verquatschen wir die nächsten Stunden und laufen dann zusammen zurück zum Ostkreuz. Hier trennen sich unsere Wege und wir verabreden uns fürs neue Jahr. Ich genieße es, nach vielen Jahren mit wenigen Kontakten zu anderen Menschen nun sehr, so viele verschiedene Menschen zu kennen und Anteil an ihrem Leben nehmen zu können und sie Anteil an meinem nehmen zu lassen. Ich fühle mich sehr reich beschenkt durch all diese Begegnungen.

Ich fahre zur Warschauer Strasse und schlüpfe kurz ins Veganz rein. Ich war so unverschämt und ging davon aus, dass die Mitbewohnerin keinen Besuch vom Nikolaus mehr erwartet. Sie hat mich dann ganz empört vom Gegenteil überzeugt und nun holt er nach, was er versäumte.

Auf dem Weg zur U-Bahn laufe ich an der Mall vorbei, vor der großes Spektakel ist, weil Fünf Sterne Deluxe anscheinend auf der Bühne stehen. Ich schau und höre dem Ganzen eine Weile zu. Dadurch bin ich mal wieder spät dran, als ich am Kottbusser Tor aus der U3 steige.

Ich laufe also schnell zum Hamam in der Schokoladenfabrik und treffe mich mit der besten Freundin, die gestern auch nicht bei der Feier dabei sein konnte. Als erstes überreicht sie mir ihr Geschenk für mich und macht mich damit sehr glücklich!

Dann geht es ab ins Hamam und die nächsten drei Stunden verbringen wir damit, Wasser über uns zu gießen, auf einem warmen Stein zu liegen, zu saunen, etwas zu snacken und zu trinken und natürlich ohne Pause zu quatschen.

Sehr erholt und froh über dieses Treffen fahre ich nach Hause, wo dann nicht mehr viel passiert.

Tag 2 – Sonntag

Da es gestern wieder spät war, als ich das Licht löschte, lassen es meine Augen auch heute morgen erst etwas später wieder rein.

Noch im Bett schreibe ich den Blogbeitrag zu Ende und schwelge nochmal in Erinnerungen an Jerusalem.

Dann mache ich ein bisschen Haushalt, ziehe mich an und krame meine Sachen zusammen.

Gegen Mittag geht es dann los und einmal quer durch die Stadt zur Pankowfreundin. Hier essen wir erstmal zusammen Frühstück und Mittag aufeinmal.

Und dann beginnt das große Keksebacken.

Teig anrühren – ihrer normal, meiner vegan. Plätzchen ausstechen – ihre ganz ordentlich, meine chaotisch. Plätzchen backen und dann noch verzieren. Dabei trinken wir Wein, quatschen und hören Musik. Bevor ich fahre, essen wir noch zusammen zu Abend.

Mit Keksen bepackt fahre ich dann wieder quer durch die Stadt zurück in den Süden Berlins.

Im Bett angekommen, arbeite ich noch etwas an einem Text für jemanden – ein Projekt, das ich hier bestimmt auch bald vorstellen darf!

Und dann war es das auch für dieses Wochenende und glücklich und zufrieden gleite ich in den Schlaf.

Bisherige Flogs:


2 Gedanken zu “Zwei Tage im Dezember

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