Ein Tag im Januar

Das Jahr 2020 hat begonnen und hier kommt der erste Flog dieses Jahres.

Als ich mich vor ein paar Tagen mit der Großen, die gerade zu Besuch in Deutschland ist, unterhielt, meinte sie, dass ihr Jahr bisher nur aus tollen Ereignissen besteht und dem konnte ich für mich und mein Jahr nur zustimmen! Es ist viel, aber alles tolles Zeug…

An diesem Samstag am Anfang des Monats war das Jahr noch ganz jung. Außerdem war es das Wochenende vor Arbeitsbeginn nach zwei Wochen Urlaub. Immer wieder merke ich, wie gut es mir tut, Zeit für mich zu haben und wie störend diese acht Stunden Arbeit pro Tag doch sein können.

Ich erwachte um 10:30 davon, dass der Kater meine Aufmerksamkeit einforderte. Eine halbe Stunde rekelte ich mich mit ihm im Bett herum und benutzte dann zum ersten Mal meine French Press – das Weihnachtsgeschenk meiner Mutter für mich. Angesteckt von den tanzenden Wesen in meiner Instagram-Bubble, tanzte ich dazu wild in der Küche herum.

Als ich dann irgendwann in einem Zustand war, der dem Begriff ‘wach’ nahe kommt, machte ich mir einen Smoothie. Das klappt zur Zeit ganz gut, dass mein Körper mir signalisiert, was er braucht. Und nach dem Urlaub in England und den Silvestertagen ist das eindeutig mehr Grünzeug und Obst.

Als der Smoothie leer getrunken war, begab ich mich auf die Yogamatte. Seit drei Tagen bin ich bei der dreißigtägigen Yogareise von ‘Yoga with Adriene’ dabei und genieße es schon jetzt sehr! Sie veröffentlicht jeden Tag ein neues Video und das Ganze ist als Zusammenhang gedacht unter dem Titel “Home” – nach Hause kommen. Und da sich diese Zeit seit dem Sommer für mich wie ein fortwährendes Nachhausekommen anfühlt, nach “mich in mir beheimaten”, sind diese Yogasequenzen perfekt für mich!

Anschließend meditierte ich noch zu einem Video von Mady Morrison. Es ist für mich immer wieder faszinierend und unfassbar, was Yoga und Meditation für einen Unterschied in mir erzeugen können.

Etwas, das ich früher sehr häufig gemacht und die letzten Jahre dann gar nicht mehr und jetzt grad wieder für mich entdecke, ist das Räuchern. Etwa zwei Mal täglich brennt nun so ein kleines Stäbchen herunter. Den Teller bekam ich von einer der Karlshorstkolleginnen zum Geburtstag und die Steine sind eine kleine Sammlung – die neuesten stammen vom Waldfreund, der ihn in Dänemark gefunden hatte und von der Großen, in Bournemouth gefunden, als ich grad bei ihr war.

Kurz nach halb zwei ist es Zeit für eine kleine Zwischenmahlzeit. also eigentlich ist der Hunger schon groß, aber ich habe keine Lust zu kochen grad. Daher mache ich mir ein Brot und lass es mir schmecken.

Danach war dann dringend nötig, etwas im Haushalt zu tun. Ich stellte eine Waschmaschine an, nahm die schon trockene Wäsche ab, räumte auf und fegte in meinem Zimmer und dann noch im Musik/Arbeits/Wohnzimmer, oder wie immer wir das auch nennen werden.

Während des ganzen Aufräumen tanzte ich umher und das hat wirklich eine sehr befreiende und Glückshormone ausstoßende Wirkung – zumindest für mich. Mittendrin gab es auch eine kleine Pause, da ich ins Zimmer der Mitbewohnerin gezogen wurde, um ihren neuesten Tanz anzuschauen.

Halb vier setzte ich mich dann an den nun saubereren Schreibtisch, erledigte Bürokram und schrieb anschließend für den Blog einen Beitrag.

Kurz nach vier hatte ich dann aber solchen Hunger, dass ich mich mal ans Kochen machte. Und wie sollte es anders sein: dabei tanzte! Ich glaube, an diesem Tag habe ich zum ersten Mal alle meine Lieder auf dem Handy am Stück gehört.

Mit dem wirklich leckeren Essen verzog ich mich dann ins Bett und schaute Serie, während ich es auffutterte.

Da ich um sechs losgehen wollte, war es dann Zeit, zum Zurechtmachen und Anziehen. Also wusch ich mir die Haare und dann folge das übliche Prozedere. Zum Haare waschen nehme ich jetzt schon seit einiger Zeit ein festes Shampoo, welches mir die Tanzfreundin mal geschenkt hatte und bin eigentlich sehr zufrieden damit, hab nur das Gefühl, dass ich zwischendurch immer mal was anderes gebrauchen könnte.

Kurz vor sechs ging’s dann also los und in der U-Bahn las ich Osho.

In der S Bahn treffe ich mich mit der Tanzfreundin und quatschender Weise fahren wir zusammen weiter nach Friedrichshagen. Hier haben wir noch etwas Zeit und laufen die Bölschestrasse entlang, bis wir schließlich halb acht die Kirche betreten, wo heute Balfolk getanzt wird.

Es war eine richtig schöne Veranstaltung, auch wenn es zwischendurch etwas voll war. Meine Mutter und die KielBerliner, also die Menschen, mit denen ich Silvester gefeiert hatte, waren auch dabei. Irgendwann gingen wir dann aber und ich machte mich mit der Tanzfreundin auf den Weg in die Innenstadt. Beim Ostkreuz begaben wir uns auf Futtersuche und wurden rasch fündig.

Dann ging es noch ein kurzes Stück zusammen aufm Ring und nach dem Abschied allein für mich weiter nach Hause. Kurz vorm Ziel packte mich nochmal die Tanzlust und ich tanzte auf der Straße im Deichkind-Style.

So um einse lag ich dann katerkuschelnd im Bett und schaute noch Serie und um halb zwei war das Licht aus und der Tag vorbei.

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