Tagesmahl Februar

Im Februar jährt sich mein Entschluss, mich nur noch pflanzenbasiert zu ernähren. Seit vier Jahren verzichte ich nun auf alle tierischen Produkte, so weit ich es kann, weiß usw. Ich lebe immer noch und fühl mich gesünder als vor dem Wechsel. Mein Gewicht ist rauf und wieder runter gegangen, ich habe mich gerade zu Beginn ziemlich Fastfood- und Fertigprodukt-lastig ernährt, habe aber jetzt, wie ich finde, eine ganz ausgewogene und vielseitige Ernährung. Durch den Beginn der veganen Ernährungsberaterin-Ausbildung im letzten Monat hoffe ich, noch bewusster meine Ernährung gestalten zu können und dieses Wissen auch bald hier zu teilen.

Der Februar begann ja mit meiner Reise und die war nicht nur wunderschön, sondern auch sehr lecker!

In Prag aß ich bei Forky‘s – eine Kette mit veganem Essen, die ich jedem Reisenden in Brno, Prag und Wien empfehlen kann.

Dann besuchte ich noch das Vegan‘s Prague, welches traditionell tschechisches Essen serviert. Es passiert ja schnell, dass man, weil‘s einfach praktisch ist, immer wieder auf Altbekanntes, wie Pizza, Burger, Asia und Co, zurückgreift. Aber zum Reisen gehört auch das Kulinarische, finde ich. Und daher bin ich besonders dankbar für die Menschen, die das traditionelle Essen ihres Landes veganisieren. Hier aß ich ein Gulasch.

Manches gibt es aber leider noch nicht in vegan oder ich habe es nicht gefunden. So habe ich einen Trdlo gegessen – und hatte danach einen Zuckerschock…

Eine weitere Kette, die einem als vegan Reisender von der Essensuche erlöst, ist Loving Hut.

Die letzte Mahlzeit in Prag war ein Frühstück bei Starbucks am Busbahnhof. Eigentlich meide ich Starbucks, aber hier war ich froh über Kaffee und veganen Kuchen.

Weiter ging es nach Wien. Und von hier kommt meine absolute Lieblingsburgerkette Swing Kitchen. Also kehrte ich dort, da eine Filiale auch direkt in der Nähe meines Hostels lag, nach Ankunft gleich ein und aß den so leckeren Nugget-Salat.

Während ich in Prag ja das erste Mal in einem Hostel nächtigte, wurde ich in Wien schon mutiger und versorgte mich zum Abendbrot selbst. Da die Küche aber jeden Abend hoffnungslos überlaufen war, war an groß kochen nicht zu denken. Also besorgte ich mir im Supermarkt Aufstrich, Falafel und Brot.

Und zum Frühstück gönnte ich mir das angebotene Buffet, welches auch für mich genug Auswahl hatte.

Mittags kehrte ich auch hier ins Forky‘s ein, welches ganz neu eröffnet worden war.

Am Abend gab es dann Porridge – ich hatte mir von Zuhause einen Beutel mit einer selbstgemachte Mischung aus Haferflocken, Leinsamen und Algenpulver mitgebracht. So langsam merkte ich, dass mir bestimmte Lebensmittel, wie eben Leinsamen und vor allem auch frisches Obst und ungekochtes Gemüse fehlten.

In Zagreb besuchte ich, während ich auf den Check in ins Hostel wartete, das Zrno Bistro, welches mit regionalen, frischen Zutaten kocht. Das war sehr lecker dort und mein zweiliebstes Lokal auf der Reise.

Am Nachmittag machte ich dann Halt in einem Café, dem Melt und wäre es nicht so kalt, hätte ich bestimmt die sehr lecker aussehenden veganen Sorten des Eis‘ probiert. So blieb es beim Kaffee und einem Energieball.

Abends wärmte ich mir eine Dose Suppe, die ich bei DM gekauft hatte, im Hostel auf. DM und Mueller sind auch immer super Anlaufstellen für vegane Basics.

Am nächsten Morgen gab es in einem anderen Café ein Frühstück in Form eines Müslis und eines Milchkaffees. Das war so ok, aber ich war froh, überhaupt etwas zu haben.

Und dann gab es noch Burger, aber die waren nicht soo lecker und ich hab auch den Namen des Restaurants glatt vergessen…

Und dann ging es schon weiter nach Ljubljana. Hier aß ich abends auch im Hostel, die Küche war gut eingerichtet und aß auch Frühstück, welches im Übernachtungspreis inbegriffen war.

Mittags aß ich in meinem absoluten Lieblingsladen auf dieser Reise, dem Veganiker, einen leckeren Shepard Pie und trank Tee und Kaffee und ließ mir eine himmlische Schokotorte schmecken.

Das letzte Mahl auf der Reise nahm ich in Ljubljana wieder im Loving Hut ein.

Ich hoffe, das zeigt, dass man sich auf Reisen durchaus vielfältig vegan ernähren kann. Irgendwie habe ich im letzten Monat besonders oft den Satz gehört: Ach, mach doch mal ne Ausnahme und sündige! Und ganz abgesehen davon, dass ich jedes Mal denke, dass das wieder so ein Kirchensatz ist und wie Essen etwas mit Sünde zu tun haben kann, weiß ich für mich auch, dass es immer wieder Situationen geben wird, in denen ich mich nicht rein pflanzlich ernähre, dass die aber sehr selten sein werden und ich dennoch nicht das Gefühl habe, auf etwas verzichten zu müssen.

Nach der Reise war ich sehr froh, wieder in meiner Küche zu sein und hier mein Essen mit all den Möglichkeiten, die ich habe zuzubereiten. Ich mache wohl das, was man intuitives Essen nennt und als erstes hatte ich Heißhunger auf Rosenkohl. Also kochte ich mir ein ganz klassisches Gericht: Kartoffeln mit Rosenkohl und Käsesahnesoße. Ich verwendete veganen Käseersatz und pflanzliche Sahne.

Dann hatte ich Appetit auf Gemüse, Gemüse und nochmal Gemüse. Und in Erinnerung an meine Reise nach Israel machte ich dazu einfach einen Humusdipp. Ich mag es in einem Gericht sowohl gekochtes als auch rohes Gemüse zu haben. Stangensellerie und Rote Bete zum Beispiel esse ich fast nur roh.

Weil die Mitbewohnerin bei so viel Gemüse irgendwann in den Hungerstreik geht, gab es dann Pizza und Pancakes. Die Pizza aus fertig gekauftem Teig mit Soße und dann nach Gusto belegt, gibt es regelmäßig. Die Pancakes machte ich zum ersten, aber bestimmt nicht zum letzten Mal, denn sie waren richtig lecker.

Auf der Messe, auf der ich neulich war, habe ich dieses Algenpulver von algenheld gekauft. Das findet nun regelmäßig seinen Weg in meine Smoothies und Porridges, von denen ich im Rest des Monats einige gegessen habe.

Porridge:

Smoothie:

Dann gab es natürlich, wie soll es anders sein, mein Lieblingsessen: Kokos-Curry mit Gemüse.

Dafür verwendete ich diese Zutaten:

Und Humus machte ich selbst – das geht ja so einfach und ist so wandelbar.

Wenn ich dazu komme, werde ich diese Rezepte mal alle hier auf den Blog hochladen.

Seit neuestem habe ich wahnsinnige Lust auf Rote Bete und daher eigentlich immer welche im Haus. Ich esse sie entweder roh als Snack oder mit Kürbisöl, Gewürzen und Joghurt. Auch Kürbisöl steht auf meiner Appetitliste sehr weit oben dieser Tage.

Und schliesslich gab es noch dieses Essen – ganz simple in Erdnussöl und mit Gewürzen gegarte Süßkartoffel, rote Beete mit Kürbisöl und Joghurt mit ein paar Spritzern Zitronensaft und schwarzem Sesam.

Mein Lieblingsgewürz ist, nach dem mein Berbere nun fast alle ist, gerade Garam Masala.

So, ich hoffe, ihr habt jetzt Appetit auf mehr Pflanzen und Samen und so in eurer Nahrung bekommen. Ich hab jetzt jedenfalls Hunger und wander mal in die Küche….


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